Claudia: Stelle dich kurz vor.
Ida: Meine Name ist Ida und ich gehe in die 5. Klasse. Mein Lieblingstier ist der Wolf, ich reise gerne und bin am liebsten mit der Familie und mit Freund*innen zusammen.
Was macht dir beim Reisen am meisten Spass? Das Unterwegs sein, das Ankommen oder neue Leute treffen?
Alles zusammen.
Mit wem bist du am liebsten unterwegs?
Ich reise am liebsten mit der Familie, kann mir aber auch sehr gut vorstellen, dass ich dann mit Freundinnen und Freunden verreise, wenn ich alt genug bin.
In- und ausserhalb der Schweizer Jugendherbergen gibt es immer viel zu entdecken. © Claudia Jucker
Wie oft hast du schon Ferien in den Schweizer Jugendherbergen gemacht?
Das kann ich nicht mehr sagen, aber schon oft. Ich war im wellnessHostel3000 in Laax, als es ganz frisch eröffnet war. Da war ich zum ersten Mal in einer Jugi.
Was ist der Unterschied zu einem “normalen” Hotel?
Meistens ist es in der Jugi entspannter. Die Gäste kommen auch mal direkt in den Hausschuhen zum Essen. An der Rezeption sind alle nett und man darf Du sagen. Lustig ist auch, dass man vor der Abreise sein Bett selbst abziehen muss.
Gibt es etwas, das immer gleich ist?
Ja, es hat ein Gästebuch und ein Buffet. Ich bin voll der Buffetmensch.
Ida liebt Frühstück – und Buffets. © Claudia Jucker
Was gefällt dir an den Schweizer Jugendherbergen besonders gut?
Das sie so vielseitig sind! Einmal haben wir im Schloss Burgdorf übernachtet und sind dort am Abend direkt von der Jugi ins Schloss-Museum gegangen. Auf einer Bikepackingtour entlang des Rheins waren wir im Fürstentum Liechtenstein und haben eine Nacht in Schaan-Vaduz geschlafen, das war auch cool.
Gibt es etwas, das du ändern würdest?
Ja, die Frühstückszeiten. Ich würde gerne ausschlafen und bis 11.00 Uhr frühstücken können. In Schaan-Vaduz gibt es nur bis 9.30 Uhr Frühstück, in anderen Jugis zum Teil bis 10.00 Uhr.
An welche Jugendherberge erinnerst du dich am besten?
Ans wellnessHostel4000 in Saas-Fee. Da war ich letzten Herbst zusammen mit einer Freundin und mit unseren Mamas. Wir haben beim Wandern Murmeltiere gesehen und sie mit Rüebli gefüttert. Abends haben wir uns dann im Hallenbad ausgetobt. Montreux im Sommer war auch toll! Da sind wir von der Jugi in Badesachen direkt mit dem StandUp Paddle auf den Genfersee und als wir in Martigny geschlafen haben, waren wir im Barry Museum, wo ich junge Bernhardinerwelpen gesehen habe. So herzig!
Auf Streifzug durch das wellnessHostel4000 Saas-Fee. © Claudia Jucker
Fühlst du dich freier in einer Jugi?
Ja, total. Wir Kinder müssen nicht speziell leise sein. Zudem gibt es immer ein grosses Angebot mit Gesellschaftsspielen, die ich dann neu kennen lerne.
Wo verbringst du in der Jugi am liebsten Zeit?
Im Gemeinschaftsraum, aber auch im Zimmer.
Was hast du dabei, wenn du in die Jugi gehst?
Mein Kuscheltier.
Du warst auch schon in Jugendherbergen ausserhalb der Schweiz. Welche ist dir am meisten geblieben?
Das war in der STF Prinsvillan in der Nähe von Stockholm. Wir hatten dort per Zufall das ganze Haus für uns alleine und abends stand plötzlich ein Elch im Garten. Das war mega aufregend. Es gab dort auch super leckeres Frühstück mit hausgemachtem Kümmelbrot.
In Schweden sagt der Elch gerne einmal guten Morgen. © Claudia Jucker
Welche Jugendherberge steht bei dir als nächstes auf deiner Wunschliste?
Da bin ich ganz offen, aber meine Mama hat mir gesagt, dass bald eine neue in Genf eröffnet wird. Die würde ich sehr gerne mit ihr zusammen besuchen.
Lieber oben oder unten schlafen?
Oben.
Ida hat schon ganz viele Jugi-Erinnerungen geschrieben. © Claudia Jucker
Jugi in der Stadt oder auf dem Land? Beides.
Schönes Zimmer oder cooler Spielraum? Cooler Spielraum.
Mehrbett- oder Familienzimmer? Familienzimmer.
Über die Autorin
Claudia Jucker ist freie Reisejournalistin mit Fokus Familie und Lifestyle und arbeitet für verschiedene Magazine und Zeitungen. Schon als Kind ist sie viel in der Welt herumgekommen und hielt ihre Erlebnisse auf Postkarten und in Reisetagebüchern fest. Heute folgt sie derselben Neugier und spürt besondere Orte, Unterkünfte und Destinationen auf, die sie in ihre Beiträge einfliessen lässt. Weil sie so oft nach individuellen Reisetipps gefragt wird, hat sie den Reiserecherchen-Service «Jupi» gegründet.
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