Familienwochenende in der Lenzerheide

Biathlon, Bergluft und ganz viel Familienzeit: Aita Gasparin verbringt mit ihren Nichten ein aktives Wochenende in der Lenzerheide. Die Jugendherberge Valbella-Lenzerheide ist der ideale Ausgangspunkt für gemeinsame Abenteuer.

Zwischen Biathlon, Bike und Bergzeit

Wenn ich mit zwei Kin­dern ein Wochen­en­de in den Ber­gen ver­brin­ge, braucht es eigent­lich nur drei Din­ge: schö­nes Wet­ter, gutes Essen und ein Pro­gramm, bei dem alle die Zeit ver­ges­sen. Für ein Fami­li­en­wo­chen­en­de ist die Len­zer­hei­de des­halb wie gemacht. 

Also packe ich mei­ne Nich­ten Lei­la (11) und Kia­na (7) ein und los geht das Aben­teu­er. Unser Zuhau­se für das Wochen­en­de ist die Jugend­her­ber­ge Val­bel­la-Len­zer­hei­de. Schon kurz nach der Ankunft ist klar: Lang­wei­lig wird es hier defi­ni­tiv nicht. 

Jugend­her­ber­ge Val­bel­la-Len­zer­hei­de. © Cor­sin Näff

Über­nach­tung im gemüt­li­chen 4‑Bett-Zim­mer. © Cor­sin Näff

Mein Sams­tag beginnt sport­lich. Als Biath­le­tin im Spit­zen­sport darf ein Trai­ning in der Roland Are­na natür­lich nicht feh­len. Die Anla­ge ist für mich ein beson­de­rer Ort – und wer Biath­lon bis­her nur aus dem Fern­se­hen kennt, soll­te die Sport­art unbe­dingt ein­mal bei einem Schnup­per­kurs aus­pro­bie­ren. Denn Biath­lon ist weit mehr als Lang­lau­fen und Schies­sen: Auf der Stre­cke schnellt der Puls nach oben, danach heisst es ruhig ste­hen, atmen, fokus­sie­ren und mög­lichst ins Schwar­ze tref­fen. Eine Kom­bi­na­ti­on, die Kon­zen­tra­ti­on und Aus­dau­er gleich­zei­tig for­dert. Ob mei­ne Nich­ten beim Zuschau­en mei­ne Tref­fer­quo­te oder doch lie­ber die Kühe auf der angren­zen­den Wei­de beob­ach­ten, las­se ich offen.

Biath­lon gehört zu einem sport­li­chen Wochen­en­de dazu. © Cor­sin Näff

Trai­ning in der Roland Are­na. © Cor­sin Näff

Kaum ist alles zusam­men­ge­packt, war­tet schon der nächs­te Pro­gramm­punkt: Trail­run­ning auf Sca­lot­tas. Und was soll ich sagen? Wenn man beim Lau­fen stän­dig ste­hen blei­ben möch­te, weil die Aus­sicht so schön ist, dann ist man in der Len­zer­hei­de genau rich­tig. Die Trails füh­ren durch eine ein­drück­li­che Berg­land­schaft und bie­ten genau das, was ich an die­ser Regi­on so lie­be: Bewe­gung, Natur und immer wie­der die­se Momen­te, in denen ich den­ke: Wow, dafür lohnt sich der Auf­stieg ganz klar.

Beim Trail­run­ning geht es hoch hin­aus. © Cor­sin Näff

Berg­pan­ora­ma inklu­si­ve. © Cor­sin Näff

Oben tref­fe ich mei­ne glück­li­chen Nich­ten, die sich dar­über freu­en, vor mir ange­kom­men zu sein. Lachend erwäh­ne ich nicht, dass Ses­se­li fah­ren eigent­lich nicht zählt, und genies­se mit ihnen das 360-Grad-Pan­ora­ma – ganz ohne Gedan­ken an Pace, Puls oder Zeit.

Nach so viel Bewe­gung sind wir uns schnell einig: Jetzt brau­chen wir neue Ener­gie. Das gemein­sa­me Abend­essen in der Jugend­her­ber­ge ist genau das Rich­ti­ge nach einem akti­ven Tag. Danach geht es für Lei­la, Kia­na und mich noch in den Spie­le­raum. Ping­pong, Brett­spie­le und alles, was man eben macht, wenn man lang­sam müde wird, die Kin­der aber noch längst nicht ans Schla­fen­ge­hen den­ken. Beim Ping­pong ent­wi­ckeln die bei­den ihre ganz eige­ne Tak­tik: mög­lichst jeden Ball irgend­wie mit Faxen und Albern­hei­ten zurück­spie­len. Funk­tio­niert erstaun­lich gut!

Der nächs­te Mor­gen star­tet eben­falls an der fri­schen Luft. Bei einem reich­hal­ti­gen Früh­stück auf der Ter­ras­se gibt es Kaf­fee für mich und Zopf für alle. Die Son­ne scheint uns ins Gesicht – genau so beginnt für mich ein ent­spann­ter Berg­mor­gen.

Nach dem Früh­stück, oder eigent­lich schon wäh­rend des Zmor­ge, zieht es uns auf den Spiel­platz neben­an. Dort spie­len wir «Fan­gis, Klet­ter­lä und de Boda isch Lava». Genau sol­che unkom­pli­zier­ten Momen­te machen ein Fami­li­en­wo­chen­en­de in der Len­zer­hei­de für mich beson­ders.

Gemein­sa­me Momen­te machen das Fami­li­en­wo­chen­en­de per­fekt. © Cor­sin Näff

Spie­len, klet­tern und her­um­to­ben: Um die Jugi gibt es viel zu erle­ben. © Cor­sin Näff

Danach geht es zu Fuss wei­ter. Wir wan­dern ein Stück durch die Berg­welt – und eine Beloh­nung darf danach natür­lich nicht feh­len: ein Glace am See. Das ist bei uns längst Fami­li­en­stra­te­gie und funk­tio­niert zuver­läs­sig.

Ich kann es dann doch nicht las­sen und schwin­ge mich noch aufs Moun­tain­bike. Dafür ist die Len­zer­hei­de ein­fach geni­al: Im Bike King­dom war­ten abwechs­lungs­rei­che Trails, neue Lini­en und Kur­ven und zwi­schen­durch auch die eine oder ande­re Begeg­nung mit ein­hei­mi­schen Kühen. Was mir hier beson­ders gefällt: Ich muss mich nicht zwi­schen Sport, Fami­li­en­zeit und einem ent­spann­ten Wochen­en­de in den Ber­gen ent­schei­den. In der Len­zer­hei­de lässt sich alles wun­der­bar ver­bin­den. Ber­ge, See, Trails und vie­le Ange­bo­te für klei­ne und gros­se Aben­teu­er lie­gen prak­tisch vor der Haus­tü­re. Die Jugend­her­ber­ge Val­bel­la-Len­zer­hei­de ist dafür ein idea­ler Aus­gangs­punkt.

Das Bike King­dom bie­tet Trails direkt vor der Haus­tü­re. © Cor­sin Näff

Also: Bike oder Wan­der­schu­he ein­pa­cken, die Fami­lie schnap­pen und los­zie­hen. Viel­leicht war­tet euer per­sön­li­ches High­light ja schon in der Len­zer­hei­de. Am schöns­ten ist am Ende sowie­so das, was wir gemein­sam erle­ben.

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