Langlauf-Tipps rund um die Jugis
Langlaufen erfreut sich in den letzten Jahren an immer grösserer Beliebtheit. Das hat gleich mehrere Gründe: die Sportart ist im Vergleich zum alpinen Skifahren schonender fürs Portemonnaie, ein herausforderndes Workout an der frischen Luft – und für jedes Alter und Level geeignet.
St. Moritz: Mein erstes Mal Langlaufen
In der idyllisch gelegenen Jugendherberge St. Moritz direkt am Wald habe ich ein Bett im Mehrbettzimmer gebucht. Neben neuen Bekanntschaften ist mein Ziel, mich im Langlaufen auszuprobieren. Nach einem umfangreichen und gemütlichen Frühstück besuche ich nach nur wenigen Gehminuten das Langlauf-Center Suvretta Sports (Langlaufen in St. Moritz – Skischule Suvretta). Morena, der sympathische Filialleiter, überzeugt mich zu einer Privatstunde mit Andi, die ich (Spoiler) nicht bereuen werde.
Andi ist seit über 30 Jahren engagierter Langlauf-Experte und hochmotiviert. Zunächst üben wir das Einsteigen in die Ski, dann gleite ich bereits dahin, ohne die Stöcke zu benutzen. Mit Tipps und Tricks ist er stets an meiner Seite. Nur rund 200 Meter neben der Langlauf-Center befindet sich eine Nordic Arena (St. Moritz Nordic Arena), in der wir nun Runden drehen, bremsen und Geschwindigkeit trainieren. Ab und zu gönne ich mir einen Blick in die unbeschreibliche Bergwelt.
Andis hilfreiche Tipps helfen mir enorm, Sicherheit zu gewinnen. Ab jetzt, so sagt der Experte, heisst es üben, üben und üben. Und das geht in dieser traumhaften Winterdestination perfekt! 240 Kilometer Loipen stehen Langlauf-Fans in der Region zur Verfügung! Tipp: Kauf dir deinen Loipenpass ganz einfach online. 12 Franken kostet er pro Tag, 40 Franken in der Woche. Für dieses enorme Angebot an präparierten Loipen ein fairer Preis!
Mein Fazit: Eine Stunde zum Start in die für mich neue Sportart war ideal, einfach um die richtigen Bewegungen auszuführen und ein gutes Gefühl zu bekommen! Ich bin begeistert und mache definitiv weiter.
Karin – People & Culture Managerin
Bildlegende: St. Moritz ist mit seinem grossartigen Loipennetz ein absolutes Paradies zum Langlaufen. © Linda Robel
Grindelwald: Überraschend unbekannt
Grindelwald ist bekannt für mächtige Berge – die Eiger Nordwand ist allgegenwärtig und unglaublich beeindruckend. Kein Wunder, zieht es zahlreiche Schneesport-Fans in die Region. Seit ein paar Jahren gibt es nun die Möglichkeit, die fantastische Natur beim Langlaufen zu erkunden.
Dieses Abenteuer wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir mieten unsere Langlauf-Ausrüstung bei Werrens Art und buchen uns eine Stunde privaten Unterricht. Unser Lehrer bringt uns mit dem Shuttle vom Geschäft direkt zur Loipe im Tal. Alternativ fährt zwei Mal stündlich ein Postauto. Wir verstauen unser Gepäck in der kostenlosen und beheizten Garderobe und los geht’s!
Wir standen sicher nicht das letzte Mal auf der Loipe. © Nina Wild
In den 60 Minuten lernen wir die Basics: verschiedene Techniken für den Stockeinsatz, Gleichgewichtsübungen und der Experte gibt uns Tipps mit. Dann sind wir auf uns allein gestellt. Wir bemerken sehr schnell Fortschritte, was super motivierend ist. Und so erkunden wir gemütlich die vielfältige Loipe: Durch den Wald, vorbei an kleinen Holzhütten, mit Aussicht auf Berge und Dorf. Und sogar ein paar Sonnenstrahlen erwischen wir.
Nach rund 2,5 Stunden sind wir erschöpft, glücklich und hungrig. Mit dem Bus bringen wir das Material zurück und machen einen Abstecher zum Eigergletscher. Dort gibt’s nicht nur eine sagenhafte Aussicht, sondern auch mit Käse überbackene Pommes. Ein absolutes Muss! Den Abend lassen wir schliesslich gemütlich in der Jugi ausklingen.
Nina – PR Specialist
Gut zu wissen:
Beim Check-in in die Jugendherberge Grindelwald erhältst du die Gästekarte. Damit benutzt du Loipe und Bus kostenlos.
Lenzerheide: Langlauf-Premiere am Heidsee
Eigentlich wollte ich meinen Aufenthalt in der Jugendherberge Valbella-Lenzerheide entspannt angehen. Eigentlich. Denn Daniela, meine Weggefährtin, hatte andere Pläne: Sie wollte eine sportliche Aktivität und etwas Neues ausprobieren. Zum ersten Mal auf Langlaufskis. Ob das gut kommt?
Fündig werden wir bei der EPIC Schneesportschule Lenzerheide. Ausrüstung und Lehrer lassen sich direkt dort buchen, alles sehr unkompliziert. Das Team ist supernett – Carlo hat uns sogar in seiner Mittagspause das Material bereitgestellt. Wir entscheiden uns für die klassische Technik: weniger anstrengend und für uns Greenhorns definitiv empfehlenswert.
Eine der schönsten Loipen der Region führt entlang am Heidsee. Startpunkt ist beim Kiosk Canols. Perfekt, um sich vor oder nach der Aktivität mit einem heissen Punsch zu stärken. Das Auto parkieren wir direkt vor Ort (Parkgebühr nicht vergessen).
Unser Langlauflehrer Florian startet mit Trockenübungen und einem kleinen Parcours. So lernen wir die ersten Kniffs, bevor es auf die Loipe geht. Und dann die Überraschung: Wir kommen erstaunlich schnell vorwärts. Elegant dahingleiten? Noch nicht ganz – dafür braucht es etwas mehr Übung. Hingefallen sind wir beide genau einmal. Dafür richtig. Aber nichts passiert. Auch das Aufstehen will gelernt sein. Gut, dass Florian uns das vorher gezeigt hat.
Rückblickend kann ich es wirklich empfehlen, als Anfängerin oder Anfänger zuerst eine Lektion zu nehmen. Schon nach einer Stunde kennt man die wesentlichen Grundbewegungen. Ideal wären laut Florian allerdings fünf bis sechs Lektionen, dann sitzt die Technik richtig und man lernt den Sport von Grund auf sauber.
Mein Fazit: Langlaufen in der Lenzerheide ist der perfekte Einstieg. Landschaftlich top, bestens organisiert und auch für Neulinge absolut machbar. Wir kommen sicher wieder. Es hat richtig Spass gemacht.
André, Director Marketing & Commuications
Mit einem Langlauflehrer macht der Einstieg gleich mehr Spass. © Leonidas Portmann
Mein Tag in Zermatt, abseits der Skipisten
Seit Jahren bin ich mal wieder in Zermatt und übernachte in der Jugendherberge. Normalerweise geniesse ich schon beim feinen Frühstück den Blick aufs Matterhorn. Heute leider nicht, denn es ist bewölkt. Daher erkundige ich mich bei Lukas an der Rezeption nach Aktivitäten. Sein Tipp: Langlaufen in Täsch.
Mit dem Zug erreiche ich in wenigen Minuten den heimeligen Nachbarort. Direkt am Bahnhof leihe ich mir die Ausrüstung im Langlaufzentrum Zermatters. Auch direkt beim Bahnhof startet das insgesamt 15km lange Loipennetz, wie praktisch.
Noch nicht sehr erfahren, gleite ich auf der flachen Ebene dahin. Immer voraus ein sensationeller Blick in das von traumhaften Bergen umgebene Tal. Ab und zu erreichen sogar ein paar Sonnenstrahlen das Tal und ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie sensationell diese Tour bei klarem Himmel ist. Für kleine Päuschen stehen am Rand immer mal wieder ausgesonderte Sessellifte parat, auf denen du verschnaufen und geniessen kannst. Während meiner Tour begegne ich nur fünf weiteren Langlauf-Fans.
Fazit: Die Loipe in Täsch ist definitiv noch ein Geheimtipp.
Auf dem Rückweg schlendere ich noch durch den zauberhaften Ort. Uralte Häuser, zahlreiche Geschäfte und einladende Lokale. Lukas hatte mir noch den Tipp gegeben, im Café Petit Royal (Cafe | Petit Royal | Zermatt, Switzerland) die berühmte Kardamom Schnecke zu probieren: überredet.
Und nun: Wie kann dieser herrliche Wintertag besser enden, als mit einem feinen Käsefondue? In der Jugendherberge kann man dieses mit Vorabbestellung reservieren. Es ist einfach köstlich.
Linda – Head of Marketing
Langlauf-Spass, Matterhorn-Sicht und Käse-Traum: ab nach Zermatt! © Linda Robel
Alle Loipen auf einen Blick
Auf der SchweizMobil-Plattform findest du eine landesweite Übersicht der Langlaufloipen – einzigartig und so in keinem anderen Land zu finden. Über 3’800 Loipenkilometer lassen sich in der App und auf der Webseite entdecken.
In St. Moritz findest du beispielsweise die bekannte Engadin-Skimarathon-Loipe, in Valbella-Lenzerheide die anspruchsvolle La-Pala-Rennloipe für fortgeschrittene Langläufer*innen. Kurz gesagt: Es ist für alle etwas dabei.
PS: Als Member der Schweizer Jugendherbergen erhältst du das Jahresabo von SchweizMobil Plus für nur CHF 20.– statt CHF 35.–.













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