Lenzerheide: Wandern und biken mit Bergpanorama

Drei Freunde, zwei Aktivitäten und jede Menge Bergmomente: Alessandra, Urs und Beda erkundeten die Lenzerheide zu Fuss und auf dem Bike. Dabei entdeckten sie idyllische Wanderwege, flowige Trails und beeindruckende Ausblicke auf die Bündner Bergwelt.

Zu dritt sind wir mit dem Zug und dem Bus, mit­samt unse­ren Bikes und unse­rem Gepäck, zur Jugend­her­ber­ge Val­bel­la-Len­zer­hei­de gefah­ren. Im Vor­hin­ein hat­ten wir sowohl für die Stre­cke vom Zürich HB nach Chur, als auch von Chur nach Val­bel­la Dorf die obli­ga­to­ri­sche Velo­re­ser­va­ti­on bequem über die SBB-App gelöst. Des­halb konn­ten wir die Rei­se ohne gros­se Sor­gen antre­ten. Die Zug­fahrt haben wir genutzt, um uns zu unter­hal­ten und uns wie­der auf den neus­ten Stand zu brin­gen.

Ankommen in der Jugendherberge Valbella-Lenzerheide

Vor dem Abend­essen muss­ten wir noch zur Jugi hoch­fah­ren (5 min von der Hal­te­stel­le Val­bel­la Dorf ent­fernt). Dort ange­kom­men konn­ten wir ins Zim­mer ein­che­cken und unse­re Bikes im Bike-Kel­ler abstel­len. Dann hiess es ab zum Abend­essen; wir hat­ten Hun­ger und freu­ten uns bereits auf ein lecke­res 3‑Gang-Menü der Jugi. Bevor wir uns an den Reis mit Cur­ry zum Haupt­gang mach­ten, nah­men wir erst das Salat­buf­fet in Angriff. Zum Des­sert gab es eine lecke­re Vanil­le-Crè­me.

Nach dem Abend­essen ent­schlos­sen wir uns dazu, das Bike-Hos­tel aus­zu­kund­schaf­ten. Im gros­sen Bike-Kel­ler bestaun­ten wir die ande­ren Bikes, im Auf­ent­halts­raum war­te­ten ein Flip­per­kas­ten, ein Tög­ge­li­kas­ten und ein Tisch­ten­nis­tisch auf uns. Es gab einen Gemein­schafts­raum mit Couch und sogar einen Fern­se­her und hin­ter dem Spei­se­saal befand sich noch ein Raum mit viel Spiel­zeug für jün­ge­re Kin­der und einem grös­se­ren Bücher­re­gal, das zum län­ge­ren Ver­wei­len ein­lud. Nach unse­rer Erkun­dungs­tour plan­ten wir den nächs­ten Tag und dann hiess es schon bald ab ins Bett.

Zäh­ne put­zen mit Aus­sicht. © Urs Kobler

Der Sams­tag­mor­gen fing gemüt­lich beim lecke­ren Früh­stücks­buf­fet an. Auf den Berg-Spit­zen lag noch Schnee, wes­halb wir uns am Abend zuvor für zwei tie­fer gele­ge­ne Tou­ren ent­schie­den, die wir kom­bi­nie­ren woll­ten.

Hängebrückenweg Val Meltger

Mit dem Bus ging es nach Lantsch/Lenz und von da aus auf den Hän­ge­brü­cken­weg. Erst durchs Dorf, dann unter einem Ski­lift hin­durch, und schon bald ging es einen stei­len Weg den Berg hoch. Man folg­te gleich­zei­tig auch einem Baum-Lehr­pfad, der immer wie­der zum Raten ver­lock­te. Kurz vor der Hän­ge­brü­cke gab es eine schö­ne Pick­nick­stel­le mit Pick­nick­tisch, Abfall­ei­mer und einer klei­nen Grill­stel­le. Wir mach­ten eine kur­ze Znü­ni-Pau­se und gin­gen wei­ter. Um die Ecke folg­te die Hän­ge­brü­cke: Sie war grös­ser als wir dach­ten.

Etwas wacke­lig war es schon. Dafür gab es danach das lecke­re Lunch-Paket. © Urs Kobler

Wir über­quer­ten die Hän­ge­brü­cke und schrit­ten mun­ter wei­ter, bis wir irgend­wann an einem Cam­ping­platz vor­bei­ka­men und wie­der bei der Haupt­stras­se waren. Dann ging es am Kies­werk in Gra­vas vor­bei zur nächs­ten Rou­te. Da war es bereits nach 12 Uhr und wir hat­ten lang­sam Hun­ger. Wir erhoff­ten uns ein Bänk­li, es kam aber so schnell kei­nes. Also setz­ten wir uns kur­zer­hand ins Gras und genos­sen das Lunch-Paket der Jugi mit einem Sand­wich, einem Apfel und einem Rie­gel.

Dem Wasserfall entgegen

Frisch gestärkt ging es in Rich­tung Alp Sanas­pans auf dem Pan­ora­ma­weg Schar­mo­in, wobei wir kurz davor links Rich­tung Sanas­pans-Was­ser­fall abbo­gen. Die­sen hat­te man bereits beim Hoch­ge­hen tosen gehört, von der Lan­tsch-Sei­te her kann man ihn aber noch nicht erspä­hen. Über den Berg­fluss drü­ber geht es danach wie­der run­ter, bis man kurz vor der Grill­stel­le links abbie­gen kann. Direkt um die Ecke wird dann die erbrach­te Anstren­gung mit einem wun­der­ba­ren Blick auf den Was­ser­fall belohnt.

Das Rau­schen des Was­ser­falls klingt uns noch immer in den Ohren. © Urs Kobler

Nach einer ver­dien­ten Pau­se ver­lies­sen wir den Was­ser­fall und mach­ten uns auf zur Rot­horn Tal­sta­ti­on, wo wir unse­re Berg­bahn­bil­let­te für den nächs­ten Tag kau­fen woll­ten. Am Mor­gen hat­ten wir noch die Bade­ho­se ein­ge­packt, den Schwumm im See lies­sen wir wet­ter­be­dingt aber sein und mach­ten uns statt­des­sen auf den Rück­weg zur Jugend­her­ber­ge. Dort ange­kom­men genos­sen wir noch ein Gla­cé auf den beque­men Holz­lie­ge­stüh­len. Pünkt­lich zum Abend­essen durf­ten wir dann auch Flo­ri­an begrüs­sen, der uns am nächs­ten Tag auf dem Bike beglei­ten wür­de. Nach dem Spa­ghet­ti-Plausch lies­sen wir den Abend auf der Aus­sen­couch vor der Jugi aus­klin­gen.

Gla­cé geht immer. © Urs Kobler

Flowtrails mit Bergpanorama

Am Sonn­tag­mor­gen galt es, früh aus dem war­men Bett zu kom­men. Schliess­lich freu­ten wir uns alle rie­sig auf den Bike-Tag. Gestärkt vom Früh­stücks­buf­fet hol­ten wir unse­re Bikes aus dem Bike-Kel­ler und mach­ten uns auf den Weg Rich­tung Tgan­ti­eni. Da fuh­ren wir mit bei­den 3er-Ses­sel bis auf den Piz Sca­lot­tas.

Fast auf Augen­hö­he mit den Wol­ken. © Urs Kobler

Von da aus star­te­ten wir mit dem Trail Bike­ti­cket to ride rot, der wie­der zurück zum Sca­lot­tas-Lift führt. Zum Star­ten könn­te man aber auch den Trail Bike­ti­cket to ride blau machen, und dann mit der Alpen-Tour wie­der zurück zum Sca­lot­tas fah­ren. Die­se Vari­an­te pro­bier­ten wir sodann auch noch aus. Sie war weni­ger stei­nig als die vor­he­ri­ge, mach­te aber genau so viel Spass.

Jump! © Urs Kobler

Die Zeit ver­flog, sodass wir uns schon bald in der Alp­hüt­ta Fops wie­der­fan­den, wo wir ein lecke­res Alp-Plätt­li und einen Zitro­nen­me­lis­sen-Sirup genos­sen. Zum Des­sert gab es für jeden ein Stück Enga­di­ner Nuss­tor­te.

Wir sind uns nicht sicher was süs­ser ist: Die Nuss­tor­te oder der Dog­go. © Urs Kobler

Abfahrt mit Adrenalinfaktor

Von da aus ging es wie­der auf den Piz Sca­lot­tas. Nun aber nicht mehr gera­de run­ter: Wir woll­ten noch bis nach Chur­wal­den fah­ren und uns da noch ein wenig aus­to­ben. Wir fuh­ren indes einen sehr schö­nen Trail Brambrüsch – Pra­da­schier Trail, der am Pro­schie­ri Schlepp­lift vor­bei­führ­te. Bei der nächs­ten Abfahrt wag­ten wir uns noch auf den Wet­ter­wich­tel­weg, der dann in einen schwie­ri­gen Bike-Trail mün­de­te. Die­ser ent­hielt stei­le Pas­sa­gen und Spitz­keh­ren.

Hier geht es ordent­lich berg­ab. © Urs Kobler

Wie­der heil unten ange­kom­men waren wir uns einig, dass dies ein­mal am Tag cool ist, aber auch nicht öfters als das. So nah­men wir dann noch­mals den vor­he­ri­gen Trail in Angriff und waren pünkt­lich zur letz­ten Gon­del in Chur­wal­den. Von der Berg­sta­ti­on der Pan­ora­m­abahn konn­ten wir nun alles zur Jugi run­ter­fah­ren. Unse­re Bikes, dre­ckig nach einem Bike-Tag, konn­ten wir bei der Velo­wasch­sta­ti­on put­zen, sodass wir die ÖV-Heim­rei­se mit sau­be­ren Bikes antre­ten konn­ten.

Ein­mal sau­ber machen und schon heisst es tschüss, Len­zer­hei­de. © Urs Kobler

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