Montreux in 48 Stunden: Das solltest du erleben
Die Sonne lacht, die Temperaturen sind um die 30 Grad und zwei volle Tage voller Erlebnisse in und um Montreux liegen vor mir. Herrlich. Der Tag startet mit einem feinen Frühstück auf der Terrasse der Jugendherberge Montreux – mit direktem Blick auf den Genfersee. Am Morgen ist die Promenade und der See noch relativ leer. Also teste ich kurzerhand jeden Morgen eine andere Aktivität!

Frühstück mit Blick auf den Genfersee. © Schweizer Jugendherbergen
Erste Morgenaktivität: ein ausgedehnter Lauf am See
Sehr wenige Menschen sind unterwegs, als ich die Joggingrunde starte. Entlang von Kunstwerken und herrlich angelegten Blumenbeeten geht es ca. zwei Kilometer Richtung Montreux-Zentrum bis zur berühmten Freddie-Mercury-Statue. Bis zum Yachthafen sind es weitere drei Kilometer. Der Weg ist flach und angenehm und der Genfersee mit den Bergen im Hintergrund ist dabei stets im Blick. Was für ein Start in den Tag.

Joggen an der menschenleeren Promenade. © Schweizer Jugendherbergen
Zweite Morgenaktivität: mit dem Velo bis nach Villeneuve
Direkt am Morgen miete ich mir an der Rezeption ein Velo für vier Stunden. Es geht heute in die andere Richtung bis zum Schloss Chillon. Ich nutze die frühe Stunde für ein Foto am coolen Fotostopp ohne Menschen. Dann geht es weiter gemütliche 30 Minuten bis nach Villeneuve.
Mit dem Velo entlang der Uferpromenade. © Schweizer Jugendherbergen
Dritte Morgenaktivität: mit dem Stand-up-Paddle zum Schloss Chillon
Heute geht es aufs Wasser, mit dem Stand-up-Paddle, das ich ebenfalls direkt in der Jugi miete. Das Wasser ist am Morgen schön ruhig und ich habe ein klares Ziel: Das Schloss Chillon. Nach nur 20 Minuten bin ich dort.
Fazit: Am Morgen haben der Genfersee und die Promenade ihren ganz eigenen Charme und strahlen eine besondere Ruhe aus. Gestärkt mit dieser positiven Energie startet jeder Tag perfekt.
Was für ein Blick auf das Schloss Chillon. © Schweizer Jugendherbergen
Mit der Zahnradbahn auf den Rochers-de-Naye oder doch zu Fuss?
Ich entscheide mich für eine Kombination. Die Zahnradbahn Montreux – Glion – Rochers-de-Naye gehört zu den spektakulärsten Bergbahnen der Schweiz. Ich fahre bis zur vorletzten Station «Caux». Die restlichen 500 Höhenmeter wandere ich bis zum Gipfel. Dank SchweizMobil und den Schweizer Wanderwegen ist der gut 2‑stündige Weg einfach zu finden. Aufgrund der unglaublichen Aussicht halte ich immer wieder an und staune. Auf dem Gipfel befindet sich der Alpengarten La Rambertia, einer der höchstgelegenen Gärten Europas. Selbstverständlich schlendere ich auch hier umher und bewundere die rund 1000 alpinen Pflanzenarten.
Wer übrigens nicht gerne wandert, profitiert auch von einem «Nur-Bahn-Erlebnis», da die Ausblicke auf den See und die Berge genauso beeindruckend sind.
Tipp: In der Hochsaison ein paar Minuten früher an der Station Montreux eintreffen, um sich einen Fensterplatz zu sichern.
Mit der Zahnradbahn geht es bis nach Caux. © Schweizer Jugendherbergen
Weinbergwanderung durch das UNESCO-Welterbe Lavaux mit spannender Führung
Wir treffen unsere Reiseführerin namens Gundi in Vevey und fahren gemeinsam nach Chexbres, direkt ins Lavaux. Gundi wohnt bereits seit über 50 Jahren in der Gegend, kennt jeden Weinbauern, jede Rebsorte und unzählige Geschichten über die Region.
Während zwei Stunden flanieren wir entlang der Route des Grand Crus nach Epesses, besuchen zwei kleine Weingüter. Im Domaine Bovy degustieren wir im Weinkeller einen sehr feinen Chasselas. Bei Marina Bovard im Garten geniessen wir einen köstlich-kühlen Epesses. Zwischendurch gibt es immer wieder die Möglichkeit bei anderen Weingütern innezuhalten und eine Kostprobe zu geniessen.
Übrigens ist diese Strecke auch Teil des historischen Pilgerweg «Via Francigena». Dies erzählt uns Jan, der seit vier Wochen auf dem Weg von Utrecht nach Rom ist.
Tipp: Ohne unsere charmante Reiseführerin hätten wir all die spannenden Details und Hinweise rund um das wunderschöne Weinberggebiet nicht erhalten. Es lohnt sich!
Eine unglaubliche Gegend das Lavaux. © Schweizer Jugendherbergen
Restaurants mit Ausblick
Das 3‑Gang-Menü in der Jugendherberge ist nicht nur günstig (CHF 19.50 für Erwachsene) sondern auch extrem lecker. Ich nutze den lauen Sommerabend und geniesse den feinen Salat, Couscous mit Ofengemüse, Hirtenkäsecrème und ein Erdbeermousse auf der kleinen Terrasse.
Am zweiten Abend wähle ich für das Dinner ein kleines Bijou direkt am oder besser auf dem Wasser: Das Restaurant Coco Mama. Wenige Gehminuten hinter Montreux werde ich superfreundlich empfangen. Die Auswahl an ostasiatischen Köstlichkeiten ist riesig: Ich entscheide mich für Ceviche und Crevetten. Tipp: Unbedingt vorher reservieren!
Coco Mama direkt am Wasser. © Schweizer Jugendherbergen
Es gibt noch so viel zu entdecken und erleben an der Riviera von Montreux: Das hübsche Städtchen Vevey, eine Schiffsfahrt auf dem See, der Besuch des Charlie Chaplins Museum oder des Freddie Mercury Museums und vieles mehr.
Meine Zeit reicht dieses Mal nicht aus, aber eines steht bereits fest: Ich komme wieder.

















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