Wandertipps rund um die Jugis
Die Wanderschuhe schnüren und los geht’s. Wandern ist wohl der Schweizer Nationalsport schlechthin. Aber was sollen wir sagen? Die Schweiz ist einfach zu schön, um nicht entdeckt zu werden. Im Sommer kann das Thermometer ganz schön in die Höhe klettern. Deshalb bleiben wir gerne in der Nähe des kühlen Nass. Das sorgt unterwegs für die perfekte Erfrischung.
Brienz: Drei Wasserfälleweg
Nur wenige Meter vom Brienzersee entfernt liegt die Jugendherberge Brienz. Auf der Terrasse lässt es sich wunderbar picknicken und Energie tanken, bevor die Wanderung losgeht. Der Drei Wasserfälleweg ist eine einfache Tour, die sich auch in zwei Etappen absolvieren lässt und das Beste: Direkt von der Jugi aus kann man loswandern.
Mmmh, erst mal eine Stärkung! © Nina Thöni
Das türkisblaue Wasser des Brienzersees lässt einen fast glauben, man sei irgendwo in der Karibik. Aber spätestens wenn der Weg durch schattige Wälder und vorbei an saftig grünen Kuhwiesen führt, wird klar: Man befindet sich mitten in einer Schweizer Bilderbuchlandschaft. Und natürlich gehört es dazu, jede Kuh unterwegs freundlich zu grüssen.
Versteckt im Wald warten nicht nur Kühe, sondern auch die Giessbachfälle auf dich. Die tosenden Wasserfälle sorgen mit dem feinen Sprühnebel für eine willkommene Erfrischung an warmen Tagen. Während der gesamten Tour reiht sich ein beeindruckender Ausblick an den nächsten. Definitiv eine Wanderung, bei der es hinter jeder Kurve etwas Neues zu bestaunen gibt. Hier gibt’s einen kleinen Einblick, viel Spass beim Anschauen.
Nina, Content & Social Media Specialist
Also, wenn das keine beeindruckende Aussicht ist, wissen wir auch nicht. © Nina Thöni
Laax: Weg der vier Seen ab Flims
Guten Morgen aus dem wellnessHostel3000 in Laax. Mit Blick auf die umliegende Bergwelt und bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich hier frühmorgens wunderbar in den Tag starten. Nach einem ausgewogenen Zmorge geht es gut gestärkt nach Flims, wo die 4‑Seen-Wanderung beginnt.
Zählt man den Laaxersee direkt vor dem Hostel dazu, warten an diesem Tag sogar fünf idyllische Bergseen. Der Weg der vier Seen, auf Rätoromanisch auch «Senda quatter lags da Flem», führt vorbei am Lag Prau Pulté, am Lag Prau Tuleritg, am Caumasee und am Crestasee. Unglaublich, wie die Seen mit ihrem türkisblauen und smaragdgrünen Wasser um die Wette schimmern. Und damit nicht genug: Unterwegs durch den schattenspendenden Flimserwald öffnet sich an einem Aussichtspunkt der Blick auf die eindrückliche Rheinschlucht. Auf der Route 657 kommt man aus dem Staunen kaum heraus, denn das Wasser zeigt sich unterwegs in allen möglichen Blautönen.
Wer sich auf der Wanderung verpflegen möchte, plant am besten an einem der Seen einen Picknick-Halt ein. In der Jugendherberge kann dafür ein Lunchpaket vorbestellt werden. Wer den Rucksack lieber leicht hält, findet sowohl am Cauma- als auch am Crestasee leckere Verpflegungsmöglichkeiten. Und bei sommerlich heissen Temperaturen kannst du dich bei einem Schwumm in den beiden Badeseen perfekt abkühlen. Einfach herrlich!
Evelyn, Marketing Specialist
So schön, die Bergwelt von Flims Laax Falera. © Evelyn Baumgartner
Solothurn: Von der Öufi-Stadt auf den Hausberg Weissenstein
Nach einem stärkenden Frühstück in der Jugendherberge Solothurn machen wir uns auf den Weg. Die ersten Schritte führen durch die hübsche Altstadt, die sich nach dem gestrigen lebhaften Sommerabend morgens noch von ihrer ruhigen Seite zeigt. Fürs Picknick stoppen wir in einer Bäckerei. Praktischer wäre allerdings das Lunchpaket der Jugendherberge: Für CHF 10.– gibt es ein Sandwich, eine Frucht und einen Riegel.
Ausserhalb der Stadt startet der Wanderweg 478 durch die mystische Verenaschlucht. Danach geht es durch Wälder und über Felder bis zur Talstation der Gondelbahn. Bis dahin gemütlich. Da passiert uns allerdings ein klassischer Wanderfehler: Überzeugt folgen wir dem erstbesten gelben Wegweiser und laufen prompt in die falsche Richtung.
Wieder auf Kurs geht es am Steinbruch vorbei. Danach wird der Weg zunehmend steiler und steiniger. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen! Als wir nach dem grössten Anstieg die Zwischenstation der Gondel erblicken, schummeln wir ein wenig und nehmen für die letzte Etappe die Gondel. Eine gute Entscheidung, wie sich kurz darauf zeigt: Oben auf dem Weissenstein können wir unser Picknick knapp noch mit toller Aussicht geniessen, bevor dunkle Wolken aufziehen. Den Planetenweg oder ein Dessert verschieben wir somit auf ein nächstes Mal… Mit der Gondel fahren wir dem aufziehenden Gewitter davon. Zurück in Solothurn holen wir unser Gepäck und sagen «tschüss» zur Öufi-Stadt. Bis zum nächsten Mal!
Nicole, Sales Managerin
Zu Fuss von der Öufi-Stadt auf den Weissenstein: eine abwechslungsreiche Tour mit Natur, Weitblick und einer kurzen Gondelfahrt. © Nicole Razzano
St. Moritz: Von Sils Maria zum Lej de la Tscheppa zurück nach Silvaplana
Als Einstieg in den Tag geniessen wir ein feines Frühstück in der Jugendherberge St. Moritz. Anschliessend fahren wir mit dem Bus nach Sils Maria. Unser Gepäck von der Übernachtung können wir bequem in der Jugendherberge deponieren.
Schon die Busfahrt entlang des Silvaplanersees ist beeindruckend. In Sils Maria beginnt unsere Wanderung mit einem steilen Anstieg. Dieser ist zwar anstrengend, wird jedoch mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Champfèrersee, den Silvaplanersee und den Silsersee belohnt.
Nach rund zwei Stunden erreichen wir den Lej da la Tscheppa und haben den grössten Teil des Aufstiegs bereits hinter uns. Da eine kühle Brise weht, entscheiden wir uns, für die erste Pause noch ein Stück weiterzugehen. Entlang des Weges kommen wir an mehreren kleinen Bergseen vorbei und finden einen schönen, windgeschützten Platz. Dort geniessen wir unser Picknick inmitten der herrlichen Berglandschaft.
Anschliessend machen wir uns an den Abstieg. Das letzte Wegstück ist nochmals steil, weshalb wir ziemlich erschöpft in Silvaplana ankommen. Von dort aus fahren wir mit dem Bus zurück nach St. Moritz, holen unser Gepäck in der Jugendherberge ab und lassen den erlebnisreichen Tag ausklingen.
Für uns steht am Ende des Tages fest, dass wir nur selten eine so beeindruckende Aussicht auf drei Seen und die Engadiner Bergwelt geniessen dürfen.
Marlena, Praktikantin Marketing & Sales Backoffice
Atemberaubende Aussicht auf die vielen Seen. © Marlena Campell
Montreux: Entlang der Uferpromenade von Vevey zum Schloss Chillon
Was für ein Start: Das erste Highlight des Tages ist das feine Frühstück in der Jugendherberge Montreux mit Seeblick. Frisch gestärkt freue ich mich auf einen entspannten Wandertag am Wasser. Nur fünf Minuten von der Jugi entfernt fährt die S‑Bahn vom Territet direkt nach Verney. Am Bahnhof orientiere ich mich über die ausgewählte Wanderroute: Etappe 5 der ViaFrancigena.
Ich flaniere durch das hübsche Städtchen und gelange an die Uferpromenade mit einem besonderen Kunstwerk: Eine Riesengabel mitten im See.
Ab jetzt geniesse ich für die nächsten vier Stunden eine unglaubliche Aussicht auf den Genfersee und die Berge. Es gibt kaum Höhenmeter und so erreiche ich nach der ersten Stunde und guten vier Kilometern ein hübsches Plätzchen für einen ersten Halt. Vielen Dank an die Jugi für das feine Lunchpaket.
Weiter geht es kurz der Strasse entlang, die jedoch kaum befahren ist. Zurück an der Seepromenade entdecke ich Montreux in der Ferne. Ab hier gibt es immer wieder lauschige Plätzchen direkt am See mit Bänken, die durch die bunte Pflanzenwelt am Ufer ein wenig versteckt sind.
Im Zentrum von Montreux selbst gibt es etwas mehr Trubel und ich wandere ohne Pause weiter Richtung Schloss Chillon. Ein kurzer Stopp muss noch sein: Hausgemachtes Glacé – hier kann ich nicht vorbeilaufen.
Nach weiteren 30 Minuten bin ich am Ziel: das bereits über 3‘000 Jahre alte Schloss Chillon mit seiner spannenden Geschichte. Was für ein beeindruckender Anblick. Mit einem erschöpften Lächeln nach mehr als 13km Wanderweg kehre ich zurück in die Jugendherberge und weiss: Das mache ich nochmal!
Linda, Head of Marketing
Unterwegs am Genfersee – mit schönen Momenten, traumhaften Ausblicken und dem beeindruckenden Schloss Chillon als Höhepunkt. © Linda Robel






















Kommentar verfassen