So war das Innovation Camp in der Jugendherberge Solothurn

Drei Tage lang beschäftigten sich die zehn Schüler*innen, welche die Qualifikation für die diesjährige Wirtschafts-Olympiade absolviert haben, intensiv mit der Vorbereitung auf das nationale Finale. In der Jugendherberge Solothurn wurde viel gelernt und grossartige Erfahrungen gesammelt.

Als ich um 14 Uhr den beeindruckenden Gruppenraum in der Jugendherberge Solothurn betrete, treffe ich auf elf neue Gesichter. Wir alle haben uns für die nationale Wirtschafts-Olympiade von YES qualifiziert. Wie ich hier gelandet bin? Das erzähle ich dir jetzt.

Jedes Jahr finden in zahlreichen Themenbereichen die Wissenschafts-Olympiaden statt. Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, erstmals an der Wirtschafts-Olympiade von Young Enterprise Switzerland (YES), teilzunehmen. Da ich mit meinem eigenen Start-Up «Omid» beim diesjährigen Company Programme von YES dabei bin, wurde ich automatisch an die Veranstaltung erinnert. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Tests erfolgte schon bald die Erleichterung, dass ich es in die Top 10 geschafft habe, sowie die Einladung in das diesjährige YES Innovation Camp. Ich freute mich riesig über diesen ersten Erfolg und die damit entstandenen Möglichkeiten.

Die Jugendherberge Solothurn befindet sich direkt an der Aare. © SJH

Endlich geht es los

Das Abenteuer begann am 22. April. Nach einer zweistündigen Zugfahrt an diesem Freitag, erreichte ich die Jugendherberge in Solothurn. Ich lernte die anderen Teilnehmer*innen als auch die leitenden Personen kennen. Nach einer kurzweiligen Führung durch das Gebäude und einer spannenden Präsentation, wurden uns die Themen «Game Theory» und «Monetary Policy» nähergebracht – alles auf Englisch.

Am Abend machten wir uns gemeinsam auf, um das barocke Städtchen Solothurn bei einem Stadtrundgang zu erkunden. Ein feines Glacé durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Im Barockstädtchen Solothurn gibt es immer etwas zu entdecken – und hervorragende Eiscreme. © Solothurn Tourismus / Tino Zurbrügg

Was will die GenZ? 

Nach einer erholsamen Nacht drehte sich am nächsten Tag alles um den anstehenden Business-Case, welcher die Jugendherberge direkt zu Beginn an uns austeilte. Wie können die Schweizer Jugendherbergen die «Generation Z» besser erreichen?

Mit dieser Frage beschäftigten wir uns in Kleingruppen und stellten einen «Actionplan» und «Offercatalogue» zusammen. Nach mehreren Stunden fleissiger Arbeit freuten wir uns auf das gemeinsame Abendessen, bevor wir den Tag mit Bowling und Billard ausklingen liessen. 

Es wurde fleissig am Business-Case gearbeitet. © YES

Die Teilnehmer*innen tüfteln an neuen Ideen. © YES

Fast vorbei 

Am Sonntag ging die Vorbereitung für die Präsentation des Business-Case in die letzte Runde und wir nahmen die letzten Abänderungen vor. Nach dem leckeren Mittagessen und weiteren spannenden Gesprächen, waren die Präsentationen, der wirtschaftliche Höhepunkt des Camps, an der Reihe. Alle vier Gruppen präsentierten ihre Gedanken und machten sehr interessante Vorschläge. Das Feedback der Leiter*innen sowie der Olympia-Gewinnergruppe der letzten zwei Jahre, welche auch anwesend waren, liess uns noch Verbesserungspotenzial erkennen.

Die Teilnehmer*innen haben im Innovation Camp Freunde fürs Leben gefunden. © YES

Ein perfektes Wochenende 

Die drei Tage waren sehr lehr- und erlebnisreich. Wir haben viel Neues gelernt. Mein persönliches Highlight war, dass ich viele neue Leute kennengelernt habe, die nicht nur interessant, sondern auch sehr talentiert sind. Der nächste Schritt wird dann das nationale Finale am 6. Mai in Zürich sein. Die schriftliche Prüfung und der Business-Case liegen dabei im Fokus.

Ich freue mich auf diese Erfahrung und auf das Wiedersehen mit den anderen Kandidat*innen!

Die Schweizer Jugendherbergen und YES 

Young Enterprise Switzerland (YES) ist eine Non-Profit Organisation und der führende Anbieter von Wirtschafts- und Meinungsbildung in der Schweiz. Seit August 2021 gehört YES zum Partner-Netzwerk der Schweizer Jugendherbergen. Dank der Kooperation werden Kinder und Jugendliche nicht nur gefördert, sondern haben auch die Möglichkeit, die Zukunft aktiv mitzugestalten – zum Beispiel bei Projektwochen oder Innovation Camps.

Über den Autor

Chris Hamburger schliesst diesen Sommer seine Matura an der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen ab. Danach plant er ein Zwischenjahr. In dieser Zeit wird er voraussichtlich ein Praktikum sowie das Militär absolvieren – und hoffentlich reisen können.

Zu seinen Leidenschaften zählt er Sprachen und Musik. Chris ist immer irgendwie beschäftigt, sei es mit dem eigenen Start-Up Omid, unterwegs mit Freunden oder an Events wie der Wirtschafts-Olympiade.

In der Stadt Schulklassen
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