48 Stunden im Tessin: Hier kommen unsere Reisetipps für Locarno

Ein Kurztrip ins Tessin lohnt sich nicht? Oh doch! Wir haben 48 Stunden im Süden der Schweiz verbracht und präsentieren euch unsere besten Reisetipps für Locarno.

Die Vorfreude auf den geplanten Mädels-Trip für ein verlängertes Wochenende in Locarno war riesig. Meine langjährige Freundin Mirella und ich haben uns deshalb schon im Voraus viele Gedanken gemacht, was wir in den 48 Stunden alles erleben wollen. Spoiler: so einiges! Und nun präsentieren wir euch hier unsere besten Reisetipps für Locarno.

Eeeeeeey, ab in den Süden!

Am Freitagmorgen geht es für uns vom Thurgau aus mit dem Zug los in Richtung Süden. Knapp drei Stunden und nur zwei Mal umsteigen später sind wir in der Sonnenstube der Schweiz. Sofort macht sich Ferienfeeling breit: Keine Wolke am Himmel, Palmen am Wegrand und ein freundliches «Buongiorno» statt «Grüezi».

Vom Bahnhof Locarno nehmen wir den Bus Nr. 7 und finden uns wenige Minuten später an der Bushaltestelle Cinque Vie wieder. Von da aus sind es nur ein paar Schritte bis zur Jugendherberge Locarno. Auf der Terrasse sitzen andere Reisende an den Tischen, um zu plaudern und die Sonne zu geniessen.

Die Jugendherberge Locarno lädt mit ihrer hübschen Terrasse und dem grossen Garten zum Verweilen ein. © Laura Gargiulo

Wir deponieren nur kurz unser Gepäck und holen uns das Ticino Ticket ab. Das gibt es bei einem Aufenthalt in der Jugendherberge gratis dazu und wir haben damit freie Fahrt mit dem ÖV im ganzen Kanton. Ich meine, wie cool ist das denn?!

Dolce far niente

Wir wollen keine Zeit verlieren und brechen zu Fuss in Richtung Altstadt auf. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die Piazza Grande. Sie ist Austragungsort des alljährlich stattfindenden Locarno Film Festivals. Noch mehr Möglichkeiten, Stars und Sternchen aus der ganzen Welt zu treffen hast du am Moon&Stars. Da beide Events bei unserem Besuch schon längst wieder Geschichte sind, schlendern wir durch den «Walk of Fame» und legen unsere Hände in die bronzenen Handabdrücke unserer heimlichen Crushes: Bastian Baker, Luca Hänni, Baschi…

Plötzlich überkommt uns die Lust auf ein Gelato! Die gibt’s an jeder Ecke und in jedem Geschmack, den du dir wünschst. Von Marroni über Tiramisu bis Kaffee. Mmmmh.

Mit Blick auf die Piazza Grande schmeckt das Glace gleich noch besser. © Nina Wild

Locarno liegt direkt am türkisblauen Lago Maggiore. Es herrscht auch Mitte Oktober noch T-Shirt-Wetter und die Menschen gönnen sich schon am frühen Nachmittag einen Apéro in einem der zahlreichen Beizli am Ufer. Wir flanieren entlang des Wassers, freuen uns über die gute Laune und das schöne Gefühl, einfach nichts tun zu müssen.

Der Lago Maggiore in all seiner Pracht. © Nina Wild

Best view ever!

Gegen Abend machen wir uns auf zu Locarnos Hausberg Cardada. Den erreichst du super easy. Zuerst nimmst du die Funicolare Locarno von der Stadt bis nach Orselina, wo du in die Gondelbahn wechselst. Aber Achtung: Die Standseilbahn kannst du nur vor Ort mit Bargeld bezahlen! Mit dem Ticino Ticket, GA und Halbtax profitierst du von Vergünstigungen.

Oben angekommen sind wir erstmal überwältigt vom Ausblick über den See und das Bergpanorama. Aus dieser Perspektive haben wir Locarno noch nie gesehen. Die Aussicht vom Aussichtspunkt ist unschlagbar. Ausserdem gibt es dort oben zahlreiche Spazierwege, Spielplätze und ein Restaurant.

Unserer Meinung nach der wichtigste Reisetipp für Locarno: Von der Aussichtsplattform auf dem Cardada eröffnet sich ein 180-Grad-Panorama auf die umliegende Landschaft. © Nina Wild

Blau, blauer, Verzascatal!

Frisch gestärkt vom reichhaltigen Frühstücksbuffet machen wir uns am nächsten Morgen mit dem Postauto auf den Weg nach Lavertezzo. Dort startet unsere Rundwanderung bei der Pfarrkirche. Zuerst geht es relativ steil bergauf bis zu den historischen Maiensässe Revöira, wo vor Jahrhunderten Menschen in den Steinhäusern lebten. Unterwegs sind die Pfade übersät mit stacheligen Kastanien. Ein paar Mal werden wir beinahe von herunterfallenden Früchten erschlagen.

Nach dem Abstieg führt die Wanderung ab Brione entlang der tiefblauen und glasklaren Verzasca zurück zum Ausgangspunkt Lavertezzo. Der Weg am Fluss ist auch für Kinder geeignet, denn parallel zum Wanderweg verläuft eine Boggia-Kugelbahn. Abenteuer garantiert!

Der krönende Abschluss bildet schliesslich die Überquerung der Römerbrücke Ponte dei Salti. Da wir nicht in der Hochsaison im Sommer dort sind, hat es auch gar nicht mal so viele Leute. 😉

Endlich haben wir die bekannte Römerbrücke auch mal in echt gesehen. © Nina Wild

Bis zum nächsten Mal

Sogar Locarno ist traurig, dass wir abreisen müssen. Am Sonntagmorgen regnet es nämlich wie aus Eimern. Immerhin macht uns das den Abschied etwas leichter. Wir sind glücklich, denn obwohl wir «nur» 48 Stunden im Tessin waren, haben wir viel gesehen und erlebt. Und wir konnten den Spätsommer zumindest für zwei Tage verlängern.

Was ist dein persönliches Highlight in Locarno? Verrate es in den Kommentaren!

Über die Autorin

Nina arbeitet als PR Assistentin bei den Schweizer Jugendherbergen. Nicht nur beruflich ist sie immer auf der Suche nach spannenden Geschichten, auch ausserhalb der Arbeit stürzt sie sich immer wieder in neue Abenteuer, damit es nicht langweilig wird. Wenn sie nicht gerade Berge besteigt, auf Festivals feiert oder die Schweiz entdeckt, kuschelt sie am liebsten mit ihren beiden Büsis auf der Couch.

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