Die Schweizer Wanderwege sagen Merci

Nur dank ehrenamtlichem Einsatz sind die insgesamt 65'000 Kilometer Wanderwege auf Schweizer Boden so gut im Schuss. Es ist an der Zeit, danke zu sagen.

Wandern ist die beliebteste Sportart in der Schweiz. Rund 4 Millionen Schweizerinnen und Schweizer wandern regelmässig und unternehmen im Durchschnitt jährlich 15 Wanderungen à je drei Stunden. Bei einer geschätzten Wandergeschwindigkeit von ca 4 km/h werden somit jährlich knapp 800 Millionen Kilometer auf Schweizer Wanderwegen zurückgelegt. Dies entspricht einer Distanz von rund 20′000 Erdumrundungen! Rekordverdächtig, nicht? 

Unbeschwerter Wandergenuss ist nur dank ehrenamtlicher Unterstützung möglich

Für das ungetrübte Wanderglück sorgen der Dachverband Schweizer Wanderwege, 26 kantonale Wanderweg-Organisationen und über 1500 Freiwillige. Auf schweizweit 65’000 Kilometer Wanderwegen reinigen, montieren oder ersetzen sie Wegweiser, malen Zwischenmarkierungen oder führen je nach Kanton auch einfache Unterhaltsarbeiten durch.

Ein Freiwilliger ist Peter Schaffner, der seit sieben Jahren bei den Zürcher Wanderwegen im Ehrenamt tätig ist: «Wandern ist meine Passion. Das Engagement dafür ist eine Herzenssache», erklärt der Klotener. «Ab und zu sprechen mich Wandernde während meiner Kontrolltouren an und bedanken sich für meine Arbeit – das ist mein grösster Lohn. Trotzdem ist es schön, wenn unsere Leistungen auch öffentlich wertgeschätzt werden», ergänzt er.  

Lerne Peter besser kennen. Im Video nimmt er dich auf eine seiner Kontrolltouren mit. 

100’000 Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr

Landesweit werden alle Wanderwege mindestens einmal pro Jahr von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 26 kantonalen Wanderweg-Organisationen kontrolliert. So kommen jährlich mehr als 100’000 Stunden Freiwilligenarbeit zusammen. Ohne den Beitrag der Freiwilligen sowie die finanzielle Unterstützung von privaten Spendern, Firmen und der öffentlichen Hand wäre die kostenlose Bereitstellung attraktiver und zuverlässig signalisierter Wanderwege nicht möglich. Denn die Wege auf dem offiziellen Wanderwegnetz müssen per Gesetz frei begehbar sein.

Auf den Schweizer Wanderwegen gibt es immer etwas zu tun. Andrea und Rolf Guntli im Einsatz. © Schweizer Wanderwege

Die Schweizer Wanderwege sagen Merci

Höchste Zeit für ein Merci findet der Verband Schweizer Wanderwege und rückt mit seiner nationalen Onlinekampagne das Engagement von 1500 freiwilligen Mitarbeitenden, nach 2021, bereits zum zweiten Mal in den Fokus. «Die Ehrenamtlichen der 26 kantonalen Wanderweg-Organisationen leisten als stille Helferinnen und Helfer eine enorm wertvolle Arbeit. Wir hatten die Absicht, das Bewusstsein dafür zu schärfen und ihren Einsatz sichtbar zu machen.» sagt Andrea Boillat, Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation beim Verband Schweizer Wanderwege.

Sagst du auch Merci?

Benutz #merciwanderwege auf deinen Social Media Kanälen oder spende jetzt auf merci-wanderwege.ch einen Betrag deiner Wahl für die Pflege und den Erhalt der Wanderwege in der Schweiz. Auf der Website erfährst du ausserdem mehr über den Verband Schweizer Wanderwege und seine Arbeit und hast die Möglichkeit, weitere Ehrenamtliche kennenzulernen. 

Aus diesem Ansatz entstand die Idee für eine landesweite Kampagne. «Daraus erhoffen wir uns nicht nur Anerkennung und Aufklärung darüber, dass Wanderwege nicht einfach ‹Service public› sind», erläutert sie weiter. «Der Dachverband Schweizer Wanderwege wird zu 65 Prozent durch private Gönnerschaften und Spenden finanziert. Die kantonalen Wanderweg-Organisationen, in denen die Koordination der Freiwilligeneinsätze stattfindet, sind ausserdem auf Mitgliederbeiträge angewiesen. Nur so kann der Fortbestand des qualitativ hochstehenden Wanderangebots in der Schweiz langfristig gesichert werden.»

Die 26-jährige Geologiestudentin Yohualli Muñoz sagt Merci und wirkt bei der Kampagne mit. © Schweizer Wanderwege

«Ich bin dankbar für die gut unterhaltenen Wanderwege»

Eine der Protagonistinnen der Kampagne ist Yohualli Muñoz: «Ich bin dankbar für die gut unterhaltenen Wanderwege und die zuverlässigen Markierungen. So kann ich eindrucksvolle Landschaften entdecken und unbeschwert Touren mit meinen Freunden unternehmen. Wer sich aber um die Wanderwege kümmert, darüber habe ich mir früher auch kaum Gedanken gemacht. Heute helfe ich gerne mit, die Leistungen der Freiwilligen bekannter zu machen und mit meinem Merci etwas zurückzugeben», erklärt die 26-jährige Geologiestudentin ihre Motivation, bei der Kampagne mitzuwirken.

Welches war dein absolutes Wander-Highlight? Verrate es uns in den Kommentaren.

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Über die Autorin

Anna_Kocher_SWW

Seit einem Jahr ist Anna Kocher verantwortlich für Sponsoring und Partnerschaften bei den Schweizer Wanderwegen. Zusammen mit den Partnern setz sie täglich grosse und kleine Projekte um, die schlussendlich alle den Wanderwegen in der Schweiz zugutekommen. Die Sinnfrage hat sie sich in diesem Job noch kein einziges Mal gestellt. Den Rest ihrer Zeit verbringt Anna mit ihren beiden Söhnen und ihrem Mann viel draussen – im Sommer auf Wanderwegen und Biketrails, im Winter auf und neben der Skipiste. 

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