Winter Weekend-Trip nach Interlaken & Bern

Weekend-Trip in die Jugendherbergen Interlaken & Bern – Perfekter Match: Bergabenteuer und Stadterlebnis kombiniert.

Swiss Youth Hostels

04.01.2022

Bern, die Schweizer Hauptstadt. Interlaken – der weltbekannte Ort am Fusse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Für einen Wochenend-Trip in den Kanton Bern lassen sich diese beiden «Must-Visit» Orte perfekt kombinieren.

Egal ob in der Schweiz wohnhaft oder als Besucher:in in unserem schönen Land: Das Schweizer Bundeshaus und die malerische Altstadt sowie das Jungfraujoch auf über 2500 Metern über Meer muss man einfach gesehen haben!

Jugendherberge Bern: Zwischen Bundeshaus und Wellnessoase

Bei der Ankunft in der Jugendherberge Bern staune ich. Direkt dahinter, etwas oberhalb, liegt DAS Schweizer Bundeshaus. Auf jedem Foto, das ich vom Hostel mache, ist das Bundeshaus im Hintergrund zu sehen. Wenn man auf die andere Seite schaut, erblickt man den Fluss Aare (die Jugi steht ca. 100 Meter vom Ufer entfernt) und etwas weiter weg den Gurten-Hügel.

Eine Frau die mit dem Handy ein Bild vom Bundeshaus Bern macht.

Fotogen: Das Bundeshaus Bern kann man nicht übersehen. ©Christina Ragettli

Die Jugi Bern liegt im bekannten Marziliquartier, welches im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. 1956 wurde das Gebäude vom berühmten Architekten Peter Indermühle fertiggestellt und 2018 nach 16 Monaten Renovation wiedereröffnet.

Ansicht des Bundeshaus Bern.

Der Bau des Bundeshauses wurde 1852 begonnen. ©Christina Ragettli

Die Jugendherberge Bern mit dem Bundeshaus Bern im Hintergrund.

Die Jugendherberge Bern wurde rund 100 Jahre später fertiggestellt und 2018 durch einen Neubau ergänzt. ©Christina Ragettli

Nachhaltigkeitsfact Jugendherberge Bern:

Beim Umbau orientierte man sich streng an den ökologischen Leitlinien bei der Auswahl der Baumaterialien. Zudem wurde die Jugendherberge zu 100% barrierefrei gestaltet – in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Denk an mich». Die 172 m2 grosse Photovoltaikanlage auf dem Dach des Minergie-Hauses und das Abwärmesystem tragen zusätzlich zur positiven Ökobilanz bei.

Die Frontalansicht vom Neubau der Jugendherberge Bern.

Der Neubau der Jugendherberge Bern wurde mit Lift und hindernisfreien Zimmern ausgestattet. ©Christina Ragettli

Die Seitenansicht vom Neubau der Jugendherberge Bern.

Grosse Panoramafenster geben den Blick auf die Aare oder ins Grüne frei. ©Christina Ragettli

Ein Doppelbett in der Jugendherberge Bern mit Aussicht auf die Aare.

So geniesst man in allen Zimmern viel Licht und Natur. ©Christina Ragettli

Die Jugendherberge Bern steht an einer grossartigen Lage, so dass ich viel Zeit im Quartier verbringe. Ich benutze das 105 Meter lange Marzilibähnli, um die steile Strasse meiden zu können. Danach fotografiere ich die Marzilistrasse mit den kleinen Quartiershäuschen und spaziere an der Aare entlang. Dabei stelle ich mir vor, wie im Sommer die Aare-Böötler vorbei gleiten.

Die Marzilibahn in Bern,.

Das Marzilibähnli verbindet Bundesstrasse und Marzili-Quartier. ©Christina Ragettli

Der Fluss die Aaare in Bern.

Die Aare fliesst gleich neben der Jugendherberge und entzückt auch im Winter.  ©Christina Ragettli

Ein weiteres Highlight im Quartier fehlt noch: Das Hammam & Spa Oktogon. Schon 15 Minuten vor der morgendlichen Öffnung stehen Wellnesser:innen vor dem Oktogon bereit für einen Tag Erholung. Zum Glück liegt es der Jugi direkt gegenüber und man hüpft nach dem Frühstück quasi in den Pool. Unter Hammam versteht man das orientalische Wellnessen – nicht zu verwechseln mit einer gewöhnlichen Wellnessanlage. Die Tradition kommt vorwiegend aus der Türkei.

So geht’s:
Nachdem man ein «Pestemal» (Tuch) bekommt, dürfen die Wellnesser:innen im Kräuter-Dampfbad Platz nehmen und werden «gereinigt». Nach einer Abkühlung mit kaltem Wasser aus einem «Tas» (verzinnte, silberne Schale) folgen mehrere Gänge vom Dampfbad in den Pool, vom Pool in den Peeling-Bereich, vom Peeling-Bereich in den Pool, vom Pool in die Seifenreinigung usw.

Nach dem Hammam-Aufenthalt fühlt man sich innerlich entspannt und äusserlich gereinigt.

Der Eingang vom Hammam & Spa Oktogon in Bern.

Das Hammam & Spa Oktogon Bern gehört zu den besten Adressen, um nach dem Städtebummel müden Beinen eine Erholung zu bieten. ©Christina Ragettli

Wer nach dem Wellnessen nun Hunger bekommt, dem empfehle ich – sofern es noch Dezember ist – unbedingt den «Stärne-Märit» zu besuchen. Der Weihnachtmarkt auf dem erhöhten «Kleine Schanze»-Park ist einer der schönsten weit und breit.

Es gibt zahlreiche Stände für Weihnachtsgeschenke und noch viel mehr feine Essstände. Lebkuchen aller Sorten, Churros, Macarons und natürlich Älplermacaroni, Raclette aber auch Burger aller Variationen oder sogar tibetanische Momos (Teigtaschen). Wichtig ist einzig, dass man beim Eintritt einen leeren Magen hat.

Special-Deal: Einchecken & Abtauchen in Bern

Ab 2 Übernachtungen in der Jugendherberge Bern

Ab zwei Übernachtungen in der Jugendherberge Bern inkl. Eintritt ins Hammam & Spa Oktogon (ab 16 Jahren).

Für Erwachsene im Doppelzimmer mit Dusche & WC für CHF 200.–.
Für Erwachsene im 4-Bett Zimmer mit Lavabo CHF 170.–.
Dazu gehört auch das Frühstück, das Abendessen am Anreisetag und das Mobility-Ticket. Aufenthaltszeitraum: 03.01.2022 – 31.12.2022

Wer in der Jugendherberge übernachtet profitiert zudem vom Mobility Ticket. Das bedeutet freie Fahrt in Bern in den Zonen 100/1001 sowie der Gurtenbahn, Marzilibahn (perfekt für die Anreise), dem Münsterplattformlift und die Fahrt zum Bern Airport.

Interlaken – den Hotspot der Schweiz erkunden

Mit dem Zug geht es weiter in die Jungfrau Region. Genauer gesagt nach Interlaken Ost. Dort begrüsst mich Ueli, der Jugendherberge Leiter freundlich. Viel habe ich schon von Interlaken gehört – besonders im Ausland. Nicht Zürich, Bern oder Zermatt werden als Erstes genannt, wenn man Menschen im Ausland nach einem bekannten Ort in der Schweiz fragt, sondern: Interlaken.

Deshalb wird es Zeit, dieser Faszination für die kleine Stadt zwischen dem Thuner- und dem Brienzersee auf den Grund zu gehen. Apropos Grund: Der Brienzersee ist mit 260 Metern Tiefe der tiefste Schweizer See, der vollständig in der Schweiz liegt. Und auf dem Brienzersee startet auch meine erste Winteraktivität in Interlaken. Nämlich in einem blauen Winterkajak begleitet von einem geduldigen Kajak-Lehrer Sean aus Australien.

Die Spitze des Kanus auf dem Brienzersee.

Winter-Kajak ist genau das richtige gegen den Winterblues. ©Christina Ragettli

Von Bönigen aus (ein kurzer Spaziergang von Interlaken-Ost entfernt) paddeln wir mit dem Kajak auf den Brienzersee und ich lerne die Technik vom Profi. Nach der Hälfte der Aktivität gibt es einen Stopp bei der Burg von Ringgenberg und eine kleine Stärkung, ehe es nach 2-3 Stunden wieder über den See zurück an Land geht. Frieren tut man im Kajak im Winter nicht – dafür sorgt das Team der Kajak Schule High Tide mit warmer Ausrüstung.

Eine Frau im Kanu auf dem Brienzersee.

Mit viel Paddeln und der richtigen Ausrüstung bleibt man warm.  ©Christina Ragettli

Zurück im Hostel erwartet mich ein ausserordentliches Abendessen im 3a Restaurant. So hat man in der Jugendherberge Interlaken die Wahl: Menu vom Buffet oder à la Carte, was sogar noch frisch zubereitet wird. Show-Kochen in der Jugendherberge? Ja das gibt es! Koch Ali verwöhnt die Gäste mit italienischen und asiatischen Gerichten. Die leckeren Gerichte dürfen täglich auch externe Gäste geniessen.

Ein Teller mit Pasta und Salat.

Verdient: Ein feines Znacht von der Show-Küche! ©Christina Ragettli

Nachhaltigkeitsfact Jugendherberge Interlaken:

Das Hostel in Interlaken hat auch ökologische Vorteile. So ist der Neubau (2011 eröffnet) der erste Beherbergungsbetrieb der Schweiz, der im Minergie-P-Eco Standard erstellt wurde, und damit höchste ökologische Kriterien erfüllt. Die Versorgung des Gebäudes mit Wärme und Strom erfolgt über erneuerbare Quellen aus der Abwärme.

4000er nah und fern

Ein weiteres Highlight der Jugendherberge in Interlaken sind die grosszügigen Balkone im dritten Stock. Sie bieten freie Sicht auf die Landschaft der mächtigen 4000er.

Diese kann man neuerdings noch schneller besuchen. Denn seit der Inbetriebnahme im Jahr 2020 des neuen Eiger-Express ab Grindelwald, sind Gäste aus der Jugendherberge Interlaken vom Bahnhof Interlaken-Ost (Hostel liegt direkt am Bahnhof) innerhalb von 58 Minuten auf dem Eigergletscher.

Die Gondel Eigerexpress in Interlaken.

Mit dem 3S-Bahn Eiger Express ist man ruckzuck auf der Skipiste. ©Christina Ragettli

Schon das Panorama haut auch eingefleischte Schweizer Bergmenschen aus den Socken, doch der Höhepunkt ist noch nicht erreicht. Denn vom Eigergletscher führt die Jungfraujochbahn Abenteuerlustige bis auf 3500 Meter. Vorbei am Eismeer, durch die Wand des Eigers bis auf die Lücke zwischen dem Mönch und der Jungfrau.

Das Jungfraujoch ist nicht einfach nur ein Aussichtspunkt – Besucher können sich auf den Eispalast, das Schoggi-Museum, zwei Restaurants und einen Kiosk mit Souvenirs freuen. Vor über 100 Jahren wurde die Bahn aufs Joch fertiggestellt – eine Pionierleistung der Schweizer Bergbahnbranche.

Eine Frau die im Eispalast vom Jungfraujoch läuft.

Top of Europe und mitten im Eispalast – das gibt es nur in Interlaken! ©Christina Ragettli

Frau schaut auf die Bergspitze vom Jungfrau.

Aussicht auf die Jungfrau, während die Finger beim Fotografieren auf dem Jungfraujoch auf knapp 3500 Meter fast erfrieren. ©Christina Ragettli

Spar-Tipp

Ab 2 Übernachtungen in der Jugendherberge Interlaken

Ab zwei Übernachtungen können Gäste der Jugendherberge Interlaken die WINTERLAKEN CARD beziehen und von vielen attraktiven Extras profitieren. Die Winterlaken Card ist bei einem Aufenthaltszeitraum von 01.12.2021 – 18.04.2022 erhältlich und kostet CHF 40.00 pro Tag und für Kinder von 6 – 15 Jahren gibt es sie für CHF 20.00.

 

Christina hat übrigens auch das Winterangebot rund um die Jugendherbergen Zermatt und St.Moritz sowie dem wellnessHostel4000 in Saas-Fee getestet und hat ihre Empfehlungen im Blogartikel Für alle ungeduldigen Winterfans: Unsere Hostel-Tipps zusammengetragen.

Über die Autorin

Christina Ragettli ist Bündnerin und ein absoluter Bergmensch. Neben ihrem Job als Marketing & Kommunikationsverantwortliche im Tourismusbereich geht sie am liebsten Wandern oder Skifahren.

Auf ihrem Blog wildmountainheart.ch nimmt sie ihre Leser mit auf ihre Abenteuer. Zum Beispiel als sie im Sommer 2020 alleine knapp fünf Monate auf der Via Alpina mit dem Zelt 2000 Kilometer über die Alpen gewandert ist.
Im April 2022 erscheint dazu auch ihr Buch «VON WEGEN».

Ausserdem unterstützt Christina ihren Bruder und Freeski Profi Andri Ragettli in allen Kommunikationsbelangen, hat sein Buch „ATTACK YOUR DREAMS“ (erscheint Frühjahr 2022) geschrieben und ist ehrenamtliche Autorin für den Schweizer Alpenclub (SAC) Sektion Terri.

Verfolge Christina’s Jugendherberge-Stories auch auf Instagram:

instagram.com/swissyouthhostels
instagram.com/christinara

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