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Aussergewöhnlich übernachten in Burgen & Schlössern

Wir öffnen für dich ein spezielles Tor zur Vergangenheit: Diese vier Burgen & Schlösser kannst du nicht nur besuchen, sondern auch mittendrin übernachten.

Die Magie der Festung: Schloss Burgdorf

Hoch auf dem Felsen thront das beeindruckende Zähringerschloss seit mehr als 800 Jahren. Die Burganlage, eine der grössten in der Schweiz, war lange Zeit nur teilweise zugänglich. Dies änderte sich im Frühling 2020, als das Schloss Burgdorf zum „Schloss für alle“ umfunktioniert wurde.

Auf dem Schlossfelsen von Burgdorf kann man neu auch übernachten © Dyle Berger

Eine einmalige Gelegenheit also, um sich auf eine Zeitreise ins Mittelalter entführen zu lassen und viel Spannendes zu erleben. Denn dort, wo früher alte Gerichtssäle oder Gefängniszellen waren, schlemmst du nun bequem im neuen Restaurant oder übernachtest in einem einzigartigen Jugendherbergszimmer. Jedes Zimmer ist einem Thema der Schlossgeschichte gewidmet und daher ganz aussergewöhnlich eingerichtet.

Welche Überraschung erwartet dich in deinem Zimmer? Familienzimmer in der Schlossjugendherberge © Laura Gargiulo

Geschichte geht auch spannend

Auf Schloss Burgdorf steht das authentische Erlebnis im Vordergrund. Bildung und Geschichte kannst du hier hautnah nachempfinden, anstatt sie nur im Prospekt nachzulesen.

Das beginnt schon beim Aufstieg zur Burg, wo dich verschiedene Audiostationen in die Vergangenheit entführen. Im interaktiven Museum wanderst du dann von Wunderkammer zu Wunderkammer – als Gast der Jugendherberge sogar gratis und zu Nachtzeiten.

Dabei lernst du unter anderem die Lebensgeschichte von Rittern, Schultheissen und Goldsuchern kennen; oder, du erhältst dank einer Multimediashow Einblick in alte Justizfälle. Alternativ kannst auch du selbst in die Haut eines Detektivs (einer Detektivin) schlüpfen.

Tauche ein in den Zauber der Wunderkammern! © Laura Gargiulo

Auch die nahe Landschaft um Burgdorf herum ist einen Abstecher wert. Die zwei neuen Herzschlaufen entdeckst du gemütlich mit unserem Herzschlaufen-Package.

Schlafen und feiern in der Ritterburg: Mariastein

Kleiner, aber nicht minder stolz präsentiert sich die Burg Rotberg bei Mariastein. Die Strapazen der 150 Stufen auf den Bergkamm des „Blauen“ fordern heraus – aber lohnen sich auf jeden Fall.

Sobald du die Burg durch das Tor betrittst, tauchst du direkt in die mittelalterliche Welt der Ritter ein. Du übernachtest nicht nur hinter dicken Mauern und massiven Türen. Es warten auch ein stilechter Rittersaal mit offenem Cheminée, ein Wehrgang mit herrlicher Aussicht und ein beeindruckendes Turmzimmer auf dich.

Rundblick der edlen Art im Turmzimmer der Burg Rotberg © Thomas Andenmatten

Jeweils im Frühling steigt auf der Burg Rotberg ein stilechtes Ritterweekend inklusive Mittelalter-Lager zum Anfassen und zum Staunen. Sogar ein Schaukampf und eine Gauklergruppe dürfen nicht fehlen. Auch an Walpurgisnacht kann man mit Live-Musik hier im Burghof mitfeiern.

Das nächste Sommernachtsfest mit Live-Band, Grill und Bar steigt am 20. August 2022. Informationen dazu findest du auf der Hostelseite unter Events.

Auf den Spuren der Römer und Habsburger: Schlössli Altenburg

Der Legende nach sollen diese Mauern in Brugg zuerst den Römern und dann den Habsburgern als strategisch wichtige Burg gedient haben. Heute erinnern vor allem die unverwechselbaren rot-weissen Fensterläden an den Steinmauern und die Ritterstube an eine abenteuerliche Vergangenheit.

Überhaupt ist die Jugendherberge im Schlössli Altenburg von viel Geschichte umgeben: Vindonissa und das Schloss Habsburg liegen in der Nähe. Und die Schlösser Lenzburg und Wildegg laden ebenfalls zu einem Abstecher ein.

Im Burghof verschmelzen Gegenwart und Vergangenheit © Laura Gargiulo

Im Turm der Höhenburg: Ehrenfels

Reisegruppen und Schulklassen aufgepasst: Ab zehn Personen steht diese ritterliche Gruppenunterkunft in Sils im Domleschg als temporäre Höhenburg frei zur Miete. Natürlich kann sie auch als atemberaubende Kulisse für eine aussergewöhnliche Feier dienen.

Hier begeistert der vierstöckige Wehrturm, der Rittersaal und die fantasievoll benannten Schlafzimmer. Ebenso einzigartig: die spezielle Burgsuite und der abenteuerliche Foto-OL.

Jugendherberge Sils im D.

Der historische Bergfried entstand vermutlich im 13. Jahrhundert © Laura Gargiulo

Keine Burg, jedoch einen sehr sehenswerten Herrensitz (Schlössli Belair) kannst du in Schaffhausen erkunden.

Burgen & Schlösser entdecken

Jugendherberge_Mariastein_Speisesaal_Thomas_Andenmatten

Weitere Inspirationen und Infos für abenteuerliche Übernachtungen in alten Gemäuern haben wir hier für dich gesammelt:

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Sonne und Schnee – was wotsch no meh? Winter in Crans-Montana

Der offizielle Slogan der Ferienregion Crans-Montana – Crans Montana Absolutely – trifft genau ins Schwarze… oder wohl eher ins Weisse, wenn wir ihn aufs winterliche Schneevergnügen beziehen. Die Landschaft ist absolut traumhaft und die riesige Palette an Erlebnissen ebenso: Beste Voraussetzungen für leuchtende Kinderaugen, eigentlich.

In unserem Fall katapultierte diese Riesenauswahl Mutter und Kind aber schon fast ins Dilemma der „Qual der Wahl“. Wo wir zu wichtigen Infos kamen und für welchen Plausch wir uns entschieden haben, erfahrt ihr gleich.

Auch das süsse Maskottchen Bibi ist begeistert vom ultimativen Bergerlebnis (Crans Montana Absolutely) ©Natalie Sidler

Organisation im Vorfeld und Ankommen in der Jugendherberge

Bei 140 km Skipisten, 25 Bergbahnen bis hoch zum Plaine-Morte-Gletscher auf 3’000 M.ü.M, 65 km Winterwanderwegen, Schlittelbahnen und unzähligen anderen Angeboten kann man schon mal ein Karussell im Kopf bekommen.

Einen ersten Überblick habe ich mir auf der Website von Crans-Montana Tourismus beschafft, mehr Fokus auf Kinderthemen bietet deren Familienseite. Ebenfalls empfehlenswert sind zum Einstieg die Rubrik Aktivitäten und die virtuelle Pressemappe.

Dieses Vorwissen kombiniert man jedoch am besten mit Ratschlägen vor Ort – sowohl im Tourismusbüro (Maison du Tourisme) als auch an der Rezeption der Jugendherberge «Bella Lui» in Crans-Montana. Anhand des Ortsplans lassen sich zusätzliche Prioritäten setzen.

Die Abendsonne vergoldet die Aussicht vom Balkon der Jugendherberge Crans-Montana; Bella Lui bedeutet stimmigerweise schönes Licht. ©Natalie Sidler

Wenn ihr Lektionen bei einer Ski- oder Snowboardschule bzw. im Schneekindergarten buchen möchtet, solltet ihr dies mit Vorlauf erledigen. Viele Skischulen bestätigen Lektionen erst nach eingegangener Zahlung. Ähnliches gilt für die Miete von Wintersportausrüstung: Je nach benötigter Grösse ist eine telefonische Vorreservation des Mietmaterials im Sportgeschäft sehr sinnvoll.

Willkommen in Snow Island!

Am ersten Ferientag entschieden wir uns für ganz viel Snow&Fun. Das klappt wunderbar auf dem schneebedeckten Golfplatz in Crans (Snow Island).

Ab ins Vergnügen! Auf dieser Schneeinsel kann man sich so richtig austoben. ©Natalie Sidler

Im Gegensatz zum Familienbereich in Arnouva gibt es hier neben Anfängerskiliften und -pisten noch viel mehr. Uns hat vor allem die rasante Abfahrt beim Snowtubing und das Freestyle-Schlitteln im Bob begeistert. Ihr könnt aber auch den elektrischen Schneeschlitten, die Schlittelbahn (mit Zauberteppich für den Aufstieg) oder den Airbag ausprobieren. Und natürlich die kindertauglichen Skilifte austesten, bevor ihr euch einen Snack aus dem Helikopter holt.

Die Hin- und Rückfahrt bewältigt man locker mit dem kostenlosen Wintershuttle (Bus Navette), Aktivitäten bezahlt man vor Ort (eigenen Helm mitnehmen). Für Skilifte empfehle ich einen vorgängig gekauften Skipass. Den Schlitten bzw. Bob durften wir hingegen gratis in der Jugendherberge ausleihen.

Bobfahren im Tiefschnee, kindertaugliche Skilifte und Snack-Helikopter in Snow Island ©Natalie Sidler

Ski oder Snowboard?

Die grosse Frage war schnell geklärt, denn mein Sohn wollte das Snowboarden entdecken. Also hatten wir von zu Hause aus eine Privatlektion bei der Ski- und Snowboardschule von Swiss Mountain Sports gebucht. Natürlich kann man sich auch auf einen anderen Anbieter festlegen. Die Auswahl ist hier recht gross und alle Skischulen verfügen über gute Erfahrungen in diversen Stufen.

Wer ein kleines Budget zur Verfügung hat, kann sich bei den Spezialangeboten umsehen und z.B. auf die Happy Hour setzen.

Weil wir am Vortag schon Snow Island unsicher gemacht hatten, fiel die Wahl diesmal aufs höher gelegene Skigebiet Arnouva. Hier konnte ich den ersten Versuchen meines Sohnes sogar von der Sonnenterrasse des Restaurants aus zusehen.

Blick auf einen der Skilifte in Arnouva ©Natalie Sidler

Überdachtes Zauberband für kleine Skiheld*innen ©Natalie Sidler

Multitalent Arnouva

Während Snowboardlehrer und -schüler beschäftigt waren, gönnte ich mir einen Winter-Spaziergang. Dabei staunte ich nicht schlecht darüber, wie vielfältig dieser Begegnungspunkt doch ist.

Familien mit Skiausrüstung treffen auf Spaziergänger mit Hunden, Gruppen auf Skitour kreuzen Schneeschuhläufer*innen; Skilehrer*innen geniessen einen Kaffee in der Sonne und Teenager rüsten sich für die Schlittenabfahrt; neben dem Restaurant führt ein Schlittenhundtrail vorbei. In Sachen Wintersport geht hier fast alles – ausser Langlauf. Dafür darf man auf flacheres Terrain ausweichen.

Blick auf die Bergstation des Begegnungsortes Arnouva ©Natalie Sidler

Weitere Wintererlebnisse

Zusätzliche Tipps mit Garantie für leuchtende Kinderaugen findet ihr hier:

*Da wäre die Openair-Eisbahn beim Sportcenter Ycoor. Verlässliche Öffnungszeiten sind auf dieser Seite verzeichnet, andere Quellen sind nicht immer up to date.

*Lust auf eine Schatzsuche mit Bibi? Die Touristeninformation stellt dazu Abenteuersäckli für Kinder zur Verfügung.

*Der Laternenweg ist aktuell nicht mehr aktiv, aber nächsten Winter soll er erneut die Sternenmagie der „Etoile Bella Lui“ in die Herzen der grossen und kleinen Besucher*innen flüstern. Auch dazu gibt es eine Schatzsuche.

*Im Fall von seltenem Schlechtwetter-Pech sind Alternativen vielfältig verfügbar. Übrigens auch in der Jugendherberge: Mein Sohn und ich sind sogar bei Traumwetter zu richtigen Ping-Pong-Freaks geworden.

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Good food, good mood! Yoummi im Interview

Mit Yoummi rüsten sich die Schweizer Jugendherbergen (SJH) auch beim Gastronomie-Angebot für die Zukunft. Dabei sorgt Tom Unger, Business Manager Food & Beverage, dafür, dass die Gerichte ausgewogen, abwechslungsreich und preiswert daherkommen.

Tom, was ist der Hintergrund von Yoummi und worauf dürfen sich die Gäste freuen?

Yoummi ist der Name des Gastronomieangebots der SJH, das im März 2022 lanciert wurde. Die Grundpfeiler davon findest du in ausgewogenen Dreigangmenüs, welche gleichzeitig auch nachhaltig, abwechslungsreich und preislich attraktiv sind. Ganz nach dem Motto: Immer fein, immer preiswert.

Die Wortschöpfung Yoummi setzt sich aus „you“ und „me“ zusammen und steht daher auch für das gemütliche Zusammensein im Restaurant, das gemeinsame Geniessen und den Austausch mit anderen Reisenden. Am grossen Tisch lassen sich Reisepläne diskutieren oder gemeinsame Ausflüge anvisieren.

Good food, good mood hat aber noch einen weiteren Hintergrund: Wir wollen mit dem saisonalen und regionalen Angebot auch unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen. Dafür haben wir neue Menüs kreiert und den Fokus mehr auf vegetarische und vegane Gerichte gelegt. In Sinne der Ausgewogenheit stehen aber nach wie vor auch Fleischgerichte auf dem Menüplan.

Teil des neuen Konzepts ist auch der Self-Kiosk, der unabhängig von den Rezeptionszeiten rund um die Uhr zugänglich ist (siehe weiter unten).

Beeindruckt vor und hinter den Kulissen: Das neue Gastronomie-Konzept „Yoummi“.

Welches sind die Beweggründe für vermehrt vegetarisches/veganes Essen bei den SJH?

Einerseits antworten wir damit auf die veränderte Nachfrage, denn seit Jahren sind vegetarische Gerichte Teil unserer Speisekarte. Unsere Gäste erkundigen sich aber immer öfter nach veganen Gerichten.

Generell setzt sich die Gesellschaft seit Homeoffice und Quarantäne bewusster mit den Lebensmitteln auf ihrem Teller auseinander. Pflanzenbasierte Ernährung setzt sich durch; regionales Gemüse vom Hofladen ist attraktiv, weil die Leute wissen, woher es kommt. Und auch gewisse Fleischfans essen bewusst nicht mehr täglich Fleisch.

Andererseits gliedert sich Yoummi nahtlos in unsere umfassende Nachhaltigkeitsstrategie ein. Das Angebot sorgt nämlich wirkungsvoll für eine weitere Verringerung unseres ökologischen Fussabdrucks.

In den Schweizer Jugendherbergen stehen dir jeden Tag reichhaltige Gerichte zur Verfügung.

Wie sind die Reaktionen der Gäste auf die neue Speisekarte?

Die neue Speisekarte stösst bei unseren Gästen auf Anklang. Sie finden es toll, dass unser Angebot gesund, nachhaltig und bedürfnisgerecht gestaltet ist. Ausserdem schätzen sie, dass das lokale Trinkwasser kostenlos dabei ist. Jede Jugendherberge hat eine Wasserstation, wo man eine Karaffe oder eine eigene Flasche bequem mit frischem Wasser aus der Region auffüllen kann.

Klar gibt es Gäste, die vielleicht lieber ein grosses Stück Fleisch essen würden. Aber wenn wir ihnen erklären, welche Grundidee dahintersteckt und was sie für 19.50 alles bekommen, dann sind sie meist überzeugt.

Wie hoch ist der Anteil der veganen Gerichte?

Anstatt Fleischgerichte auch als vegetarische oder vegane Variante anzubieten, werden heute vollwertige Menüs als vegetarische oder oftmals auch vegane Variante als Alternative zum Fleischgericht gekocht. Vegan ist quasi das neue vegetarisch.

 

Worauf achten die SJH bei ihrem Angebot ‚good food, good mood‘ speziell?

Wir kochen gesund, regional, saisonal und gut – und schonen das Portemonnaie des Gastes.

Wo immer möglich setzen wir auf Max-Havelaar-Produkte (Fairtrade), beispielsweise beim Orangensaft. Alles Gemüse, auch für das Salatbuffet, beziehen wir regional. Aus Respekt vor dem CO2-Verbrauch verzichten wir auf Avocados und weitestgehend auf exotische Früchte.

Unser Fleisch kommt exklusiv aus der Schweiz und die Weine auf der Karte sind aus Europa.

Optional in den Jugendherbergen: Fleisch.

Die Präsentation der Speisen wurde ebenfalls angepasst. Inwiefern?

Den Salat kannst du dir nun überall vom Buffet holen und ein Teil der Gerichte wird in tieferen Tellern angerichtet – z.B. für Sojagehacktes mit Hörnli.

Hinzu kommt die neue Topping-Station: Eine wunderbare Möglichkeit, jedes Essen seinem eigenen Gusto anzupassen. Dort findest du unter anderem Zutaten wie Chili-Ringe, frittierte Zwiebeln, Kräuter, Croûtons, Kerne und Nüsse, Zitronenschnitze etc.

Muss der Gast auf irgendetwas verzichten?

Nein. Das Gastronomieangebot wurde mit Yoummi so ausgebaut, dass in den Jugendherbergen Vegetarier, Veganer und Fleischesser gleichsam mit ausgewogenen Mahlzeiten auf ihre Kosten kommen.

Wir deklarieren die vegane Variante mit einem speziellen Icon und das vegetarische Gericht gibt es dann wahlweise mit Fleisch dazu. Ausser bei Speisen wie Älplermagronen, die sind vom Rezept her fleischlos.

Ausgewogenheit ist uns besonders wichtig, egal bei welcher Menüvariante. Das gilt innerhalb des Menüs und über die ganze Woche hinaus betrachtet.

Der neue Menüplan bringt viel Abwechslung; er ist mal schweizerisch, mal klassisch, mal innovativ oder kosmopolitisch. Planerisch koordiniert er die Jugendherbergen untereinander, so dass Reisende auf einer Velotour keine Gefahr laufen, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im nächsten Hostel nochmal dasselbe zu essen.

Für Allergiker bieten wir zusätzlich die bequeme Möglichkeit, per QR-Code direkt zu den Inhaltsstoffen der Tagesgerichte zu gelangen.

Mit Freunden schmeckts gleich noch viel besser!

Wie teuer ist ein Menü in der Jugendherberge und was ist alles dabei?

Das Dreigangmenü kostet für Erwachsene 19.50 und für Kinder gibt es das gleiche Menü ab 8.50, inklusive Wasser von der Wasserstation und Toppings nach Wahl. Das Menü besteht aus folgenden Haupt-Bestandteilen:

• Salat vom Buffet oder Suppe
• Hauptgericht: vegan, vegetarisch oder mit Fleisch
• Dessert

Was hat es mit dem Self-Kiosk auf sich?

Kennst du das? Morgens um vier ist die Rezeption geschlossen und das Frühstück noch nicht bereit. Der Self-Kiosk hat genau dann seinen grossen Auftritt. Als Gast kannst du dort zu jeder Tageszeit selbst ein Getränk oder einen Snack beziehen.

Er hat eine schöne Optik und ist baulich gut in die jeweilige Jugendherberge integriert. Auch hier sind Schweizer Markenprodukte Trumpf.

Wo überall findet man einen Self-Kiosk und wie funktioniert er?

Unsere Gäste finden aktuell einen Self-Kiosk in vier Jugendherbergen: Rapperswil-Jona, Schaan-Vaduz, Valbella-Lenzerheide und Zermatt. Das Prinzip ist einfach: Du nimmst dir selber ein Getränk und/oder einen Snack aus dem Kühlschrank und bezahlst die Konsumation dank QR-Code über Twint.

Der Self-Kiosk ist ein rollendes Projekt, das heisst, es werden immer mehr von diesen praktischen Kühlschränken dazukommen.

Einfach und unkompliziert: Der Self-Kiosk in der Jugendherberge Rapperswil-Jona.

Wie geht die Geschichte mit Yoummi weiter? Kann man schon einen Ausblick geben?

Wir bleiben weiterhin den Grundsätzen von Swissness und Regionalität treu. Für diesen April sind auch Anpassungen beim Frühstück geplant.

Weitere Self-Kioske sind Teil einer laufenden Einführung. Zusätzlich steigt die Nachfrage nach veganen Lunchpaketen für Exkursionen von Schulklassen. Dort wollen wir das Angebot ebenfalls aufstocken. Es bleibt also wie immer spannend.

Lieber Tom, vielen Dank für dieses Gespräch!

Ein Interview mit Tom

Tom-Unger_Business-Manager_Schweizer-Jugendherbergen

©Tom Unger

Als Business Manager Food & Beverage bei den SJH ist Tom Unger verantwortlich für alles rund um Lebensmittel. Dazu gehört der Einkauf, die (Menü-)Planung, die Verteilung der Lebensmittel und die Konzeption des kulinarischen Angebots. Zum Ausgleich treibt er liebend gern Sport, und zwar möglichst vielfältig. Zudem liebt er es, für Freunde und Familie zu kochen und Gastgeber sein zu dürfen.

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Hindernisfrei – Hier werden Ferien für alle zugänglich

Als Projektleiter bei den SJH ist Kurt Schempp eine Schlüsselfigur für die Hindernisfreiheit in den Jugendherbergen. Wir wollten von ihm wissen, worauf es beim Credo „hindernisfreie Ferien für alle“ wirklich ankommt.

Kurt, seit wann engagieren sich die SJH für Menschen mit Einschränkungen?

Die Inklusion aller Gesellschaftsschichten und Nationalitäten war für uns schon immer von zentraler Bedeutung. Wir haben dieses Engagement in unseren Statuten festgehalten. Das heisst vor allem auch: Wir sind in unserer Identität davon überzeugt.

In der heutigen Zeit machen Menschen mit einer Einschränkung einen immer grösseren Teil der Gesellschaft aus. Das kann eine ältere Person sein, die nicht mehr so gut zu Fuss unterwegs ist, eine Mutter mit Kinderwagen, ein Sportler mit Gips, eine Reisegruppe von Menschen mit geistiger Einschränkung oder ein Familienvater im Rollstuhl etc.

Weil wir alle diese Gäste optimal beherbergen möchten, beziehen wir die Hindernisfreiheit bei jedem Projekt bzw. Umbau schon während der Planungsphase mit ein.

Kannst Du die Hauptanliegen betreffend Hindernisfreiheit kurz vorstellen?

Wir wollen Barrieren aufheben, und zwar auf allen Ebenen, im Alltag und im Kopf.

Menschen mit Einschränkungen haben in den Ferien genau die gleichen Bedürfnisse wie andere Reisende. Sie möchten selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ihre Ferien geniessen und von touristischen Angeboten in der Umgebung profitieren. Genau dort sezten wir an.

Wir holen Menschen mit Einschränkungen bereits beim Buchungsverfahren ab, indem wir das nötige Know-How zur Anreise und zur Einrichtung der Jugendherberge auf der Hostelseite (oder telefonisch im Booking-Center +41 44 360 14 14) zur Verfügung stellen. Anders gesagt: Hindernisfreiheit beginnt bei uns nicht an der Schwelle des Betriebs, sondern viel früher.

Nach der Ankunft räumen wir zudem soziale Barrieren aus, indem wir den Austausch zwischen allen Gästen fördern und Informationen zu barrierefreien touristischen Events in der Destination bereitstellen.

Welche Jugendherbergen sind hindernisfrei?

Wir haben 33 hindernisfreie Jugendherbergen im Angebot, davon sind 25 Häuser als „geeignet hindernisfrei“ klassifiziert und 8 als „bedingt hindernisfrei“.

Geeignet hindernisfrei bedeutet, dass der Betrieb die Anforderungen an einen hindernisfreien Zugang in allen Bereichen gewährleistet – also von der Anreise über den Zutritt bis zu den Nasszellen. Diese Bereiche sind für Standardrollstuhl-Fahrer*innen ohne Hindernisse zu nutzen. Es kann jedoch vorkommen, dass einzelne öffentliche, untergeordnete Räume (z. B. Seminarraum, Dachterrasse) nur schwer zugänglich sind.

Die Klassifizierung bedingt geeignet hindernisfrei kann aus diversen Gründen geschehen. Dabei wägt man vor allem folgende Punkte ab:

• Einzelne Hindernisse, wie z.B. kleine Schwellen, die jedoch für viele Rollstuhlfahrer*innen gut zu bewältigen sind.
• Wichtige öffentliche Räume, die für Rollstuhlfahrer*innen nicht zugänglich sind.
• Keine Komfortmasse in den Zimmern.
• In allen Häusern mit dieser Klassifizierung ist mindestens eine, speziell für Menschen mit mobilen Einschränkungen, adaptierte Nasszelle (Dusche und WC) vorhanden.

Weitere Informationen sind auf unserer Website zu finden.

Einige Häuser verfügen über spezielle Infrastrukturen: Im Laax wellnessHostel3000 können sportliche Gäste zum Beispiel von einem Pool-Lift profitieren.

Das wellnessHostel3000 verfügt u.a. über 16 hindernisfreie Zimmer wie auch ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Poollift ©Cornelia Vinzens

Welches Haus wurde zuletzt zu einem hindernisfreien Hostel umgebaut?

Mit unserem letzten Umbau konnten wir die Jugendherberge Rapperswil-Jona aufwerten (Wiedereröffnung am 30. April 2021). Die Unterkunft ist komplett hindernisfrei; es sind also keine Einschränkungen zu erwarten, sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich. Auf der Hostelseite sind wichtige Details wie die Steigung der Rampe, der Bodenbelag des Gartensitzplatzes, Lift- und Türbreite, rollstuhlgerechter Parkplatz und vieles mehr verzeichnet.

Im Blogbeitrag Mehr Informationen zur Zugänglichkeit dank der OK:Go-Initiative erklärt dir Julia, warum sich eine Mutter mit Kinderwagen in der Jugendherberge Rapperswil-Jona sehr wohlfühlt und was das mit der OK:GO-Initiative zu tun hat.

Dank Rampe und genug breiten Türen ist der Zugang zur Jugendherberge Rapperswil-Jona auch mit dem Zwillingswagen ein Kinderspiel ©OK:GO

Der letzte Neubau wurde in Schaan-Vaduz realisiert (eröffnete am 23. April 2021). Hier sind sämtliche Zimmer hindernisfrei zugänglich, vom Parkplatz führt eine Rampe zum Eingang im Erdgeschoss und der Lift reicht vom Untergeschoss (Speisezimmer) bis zum Dachgeschoss (Seminarraum).

Das Restaurant der Jugendherberge Schaan-Vaduz bietet Gemütlichkeit und viel Platz ©Thomas Andenmatten

Wie auf allen Hostelseiten findest du auch hier wichtige Hinweise zur hindernisfreien Anreise mit ÖV, Auto oder Taxi – speziell auf dieses Hostel zugeschnitten, natürlich.

Welches sind die schwierigsten Herausforderungen für Menschen mit Einschränkungen in den Ferien? Und wie können die SJH diese Herausforderungen abdecken?

Die erste Herausforderung liegt beim Buchungsprozess. Viele Hotels sparen bei der Wissensvermittlung, was die Spontanität stark einschränkt – weil für einen barrierefreien Aufenthalt oft zeitaufwändige Recherchen nötig sind. Bei uns kannst du als Gast mit Einschränkungen alle wesentlichen Informationen auf der Hostelseite überblicken, bevor du eine Unterkunft buchst. Verschiedene Links zu Erlebnissen in der Umgebung findest du dort ebenfalls.

Ausserdem sind die wichtigsten Informationen auf unserer Webseite barrierefrei verfügbar (das heisst: für Menschen mit Sehschwäche zugänglich).

Spontaneität gleich Freiheit – dies macht eine transparente Kommunikation zum hindernisfreien Angebot möglich

Die nächste Herausforderung liegt beim Check-in. Da bei uns die Betriebsleiter*innen gut geschult und sehr erfahren sind, lässt sich vieles elegant umschiffen. Vielerorts haben wir besondere Check-in-Points, die tiefer liegen, damit eine Kommunikation auf Augenhöhe mit Rollstuhlfahrer*innen ganz natürlich zustande kommt.

Beim Check-in kann auch gut einmal auf einen niedrigeren Tisch ausgewichen werden ©Thomas Andenmatten

Und, nicht zu vergessen, der Kontakt mit anderen Gästeschichten. Bei uns ist alles bereit – unterfahrbare Tische erlauben ein geselliges Beisammensein am grossen Tisch und das Frühstücksbuffet ist hindernisfrei ausgerichtet. Auf diese Weise können sich alle Gäste ohne Hemmschwelle über gute Erlebnisse austauschen und der Horizont wird auf beiden Seiten erweitert.

Was die Anreise und die Ferienerlebnisse angeht, kommt hier ausserdem eine neue App ins Spiel, die aus der OK:Go-Initiative entstanden ist. Dank der ginto-App kannst du dich nun jederzeit, auch unterwegs, über mögliche Hindernisse und problemlose Zugänge informieren, die auf deinem Weg liegen. Wir sind aktuell dabei, unser Know-How auch dort verfügbar zu machen.

Was sind die Vorteile dieser ginto-App?

Diese App ist sehr wertvoll, weil sie urteilsfrei Informationen sammelt und positive sowie negative Punkte aufzeigt. Jede*r Reisende mit Einschränkungen bekommt also Zugang zu möglichen Hindernissen auf seinem persönlichen Weg – und auch zu Pfaden, Events oder Häusern, wo Hindernisfreiheit garantiert ist. So liegt auch mal ein spontaner Kaffeehalt drin, wenn dir danach ist.

Aber nicht nur Betriebe oder Tourismus-Anbieter können hier mitreden, sondern auch die User. Dein Input oder deine Erfahrung kann hier grossen Nutzen bringen.

Welche Visionen haben die SJH im Bereich Hindernisfreiheit?

Die Schweizer Jugendherbergen möchten durch aktive Wissensvermittlung die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sichtbar machen und erfüllen. In diesem Bereich setzen wir uns schon jetzt klar von anderen Beherbergungsbetrieben ab, weil wir uns unserer sozialen Verantwortung vollends bewusst sind. Die Beteiligung an der ginto-App ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg und passt sehr gut zu unserer Vision.

Wir nehmen Gästefeedbacks immer sehr ernst und lassen sie sehr oft in Projekte einfliessen, um bei Renovationen und Neubauten noch gästefreundlicher zu werden.

Lieber Kurt, vielen Dank für dieses Gespräch!

Ein Interview mit Kurt

Portrait_Kurt_Schemp_SJH

Kurt, der für jeden Spass zu haben ist und immer einen guten Spruch bereit hält ©Kurt

Kurt Schempp ist Projektleiter bei den Schweizer Jugendherbergen. Sein Engagement fliesst in die Konzeption von Neubauten auf betrieblicher Seite und in die Gewährleistung der Hindernisfreiheit. In seiner Freizeit gilt seine Leidenschaft dem Kochlöffel und einem feinen Essen.

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Klimafreundlich Heizen mit Holz

Hans-Urs, du bist bei der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus als Architekt tätig. Wie sieht der Zusammenhang mit den Schweizer Jugendherbergen (SJH) aus und welche Berührungspunkte hattest Du mit umweltgerechtem Heizen?

Die SSST ist die Liegenschaftsverwaltung der Schweizer Jugendherbergen und die Besitzerin von einem grossen Teil der Jugendherbergen in der Schweiz. Sie ist für die Planung, den Bau und den Unterhalt der Jugendherbergen verantwortlich – also auch für das Heizkonzept.

Warum ist klimafreundliches Heizen ein wichtiges Thema für die Schweizer Jugendherbergen?

Nachhaltigkeit ist seit Langem ein wichtiger Bestandteil unserer Organisationsphilosophie. Solche Fragen beschäftigen uns nicht erst seit der Abstimmung zum Co2-Gesetz oder zum Energiegesetz.

Die SJH wollen auf allen Ebenen nachhaltig sein – im Umgang mit Anspruchsgruppen, bei der Gestaltung von Produkten und beim Umweltschutz. Dazu gehört auch ein Vernünftiger Verbrauch von Ressourcen. Die Umstellung auf eine umweltgerechte Heizmethode ist dabei ein Faktor mit sehr grossem Effekt.

Heizen mit Holz ist einer unserer Trümpfe für aktiven Umweltschutz

Welche Strategien verfolgen die SJH, um Klimaschutz umzusetzen?

Unsere Klimaschutzziele bei den SJH richten sich nach drei Hauptzielen: Energieverbrauch reduzieren – weg von fossilen Brennstoffen (substituieren) – Restverbrauch kompensieren.

Bei der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus (SSST) können wir vor allem bei Neubau und Umbau den zweiten Punkt beeinflussen. Aber auch beim ersten und dritten Ziel können wir mithelfen, den CO2-Ausstoss möglichst effizient zu verringern. Das kann man so erklären:

1. Verbrauch reduzieren (Energie sparen): Hier denke ich vor allem an betriebliche Optimierungen wie effizientes Lüften, Verwendung von effizienten Leuchtmitteln oder den Einsatz von Sparbrausen bei Duschen. Baulich kann man mit einer guten Fassadenisolation sehr viel bewirken. In St. Moritz z.B. haben wir dank einer Neudämmung den Heizbedarf halbiert (trotz Aufstockung).

2. Substituieren: Der zentrale Aspekt ist die Umstellung von Öl- und Gasheizungen auf nicht-fossile Energieträger, d.h. die Investition in erneuerbare Energien. Hier kommt neben Photovoltaik-Anlagen, Solarwärme und Wärmepumpen auch die Holzpellet-Heizung ins Spiel.

3. Restverbrauch kompensieren: Dies ist dank der CO2-Kompensation durch unsere Gäste möglich. Bei jeder Übernachtung kann der Gast einen freiwilligen Beitrag leisten, der seitens der Jugendherberge nochmals verdoppelt wird (am Green Friday sogar vervierfacht).

Der Endbetrag fliesst in den Nachhaltigkeitsfonds der SJH, womit wiederum globale und lokale Projekte finanziert werden können; unter anderem auch neue Holzpellet-Heizungen. Seit über 10 Jahren arbeiten die SJH bei der CO2-Kompensation mit myclimate zusammen, welches das gemeinsame Projekt zur schweizweiten Bewegung «cause we care» ausgeweitet hat. So können wir gemeinsam mit unseren Gästen die Weichen für eine nachhaltigere Zukunft stellen.

Gemeinsam für eine grüne Zukunft: So funktioniert die CO2-Kompensation.

Warum ist Heizen mit Holz so viel klimaschonender?

Im Gegensatz zu Öl- und Gasheizungen sind Holzheizungen CO2-neutral. Sie sind ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz, weil die Verbrennung von Holz nur so viel CO2 freisetzt, wie ein Baum während des Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hatte.

Die Gesamtbilanz beim Heizen mit Holz liegt also bei Null, und genau das ist das Ziel. Öl- und Gasheizungen hingegen stossen beim Verbrauch Kohlendioxid (CO2) aus, das vorher gebunden war – zudem wachsen die Brennstoffe nicht nach. Kommt dazu, dass das Holz für unsere Heizungen (Pellets, Schnitzel etc.) in der Schweiz produziert wird und somit lange Transportwege wegfallen. Wie man weiss, wird das Öl ja in die Schweiz importiert (laut einem Bericht von SRF grösstenteils aus Nigeria, den USA, Libyen und Kasachstan).

Wärme aus Holz ist klimaneutral, weil das CO2 im Kreislauf bleibt ©www.waermeausholz.at

Inwiefern verringert sich der CO2-Fussabdruck dank einer Holzpellet-Heizung?

Dazu kann ich zwei Beispiele aus unserem Netzwerk nennen: 2014 haben wir die Ölheizung in der Jugendherberge Davos Youthpalace durch eine Holzpellet-Heizung ersetzt. Dadurch lassen sich jährlich ca. 65 000 Liter Heizöl sparen (entspricht dem durchschnittlichem Jahresverbrauch von 26 Einfamilienhäusern) und somit 175 Tonnen an CO2-Emissionen reduzieren.

Die Jugendherberge St. Moritz heizt ebenfalls mit dieser Technologie und spart seit 2010 rund 90 000 Liter Heizöl pro Jahr. Die Umstellung auf Holzpellets war Bestandteil einer umfassenden energetischen Sanierung des Gebäudes. Dank Holzpellet-Heizung, Sonnenkollektoren, Photovoltaik und dem Einkauf des Stroms aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft) funktioniert der Betrieb bezüglich Wärme und Strom nun komplett klimaneutral.

Die Fassade der Jugendherberge St. Moritz garantiert dank effizienter Isolation einen niedrigeren Heizbedarf

Auch Sonnenkollektoren tragen in St. Moritz zum Klimaschutz bei

Wie teuer ist eine Holzpellet-Heizung? Warum sind bis jetzt nur drei Jugendherbergen damit ausgestattet?

Holzpellet-Heizungen sind nicht viel kostspieliger als herkömmliche Heizungen mit Öl oder Gas: Bei einem Neubau kommen Sie nur geringfügig teurer. Der Einsatz ist vor allem bei einer umfassenden Sanierung oder einem Neubau eine sinnvolle Option.

Allerdings wäre es wenig sinnvoll, sämtliche Heizungen mit fossilen Brennstoffen per sofort durch Holzheizungen zu ersetzen, auch die Ressource Holz ist beschränkt. Bei einem Projekt ist die Holzpellet-Heizung also immer eine unter mehreren möglichen Varianten, die wir berücksichtigen.

In Valbella haben wir als Vorreiter mit dieser Strategie schon 2006 erfolgreich gestartet und die erste Holzpellet-Heizung eingebaut (2006); anschliessend kamen St. Moritz (2010) und Davos dazu (2014).

Holzpelletheizung in der Jugendherberge Davos © Hans-Urs

Was muss man bei einer Holzpellet-Heizung beachten? Hat sie auch Nachteile?

Man sollte einberechnen, dass es für die Pellets ein Pellets-Lager braucht. Ein solches Lager nimmt etwas mehr Raum ein als ein Öltank.

Beim Verbrennen von Holz entsteht zudem Feinstaub. Wichtig sind daher moderne Anlagen mit guten Abgasfiltern und eine fachgerechte Entsorgung der Asche.

Was ist mit den neueren Betrieben? Wie wird dort geheizt?

Bei Neubauten setzen wir immer auf CO2-neutrale, also klimaneutrale Heizungen und wählen die sinnvollste Variante. In Trin (ein neuerer Franchise-Betrieb) beispielsweise betreibt man eine Holzschnitzelheizung, wohingegen unsere neuen Wellnesshostels (Laax wellnessHostel3000 und Saas-Fee wellnessHostel4000) jeweils an ein ökologisches Fernwärmenetz angeschlossen sind.

Im Blogbeitrag Maximales Reiseerlebnis mit minimalem CO2-Fussabdruck kannst Du nachlesen, wie man in Laax und Saas-Fee für energiebewusstes Relaxen sorgt.

Auch für den Umbau der Jugendherberge Trin setzte man auf einheimisches Holz aus dem umliegenden Bergwald

Wellness geht auch klimafreundlich: In Saas-Fee klappt’s dank Anschluss ans solare Fernwärmenetz

Im Laax wellnessHostel3000 heizen wir klimaneutral dank Anschluss ans regionale Holzheizwerk

Sind weitere Holzpellet-Heizungen geplant?

Wie gesagt: Da eine Umstellung auf erneuerbare Energie sehr viel bringt, prüfen wir bei jedem Umbau oder Neubau Alternativen wie Holzpellet-Heizungen, Wärmepumpen, Fernwärme, Sonnenkollektoren oder Photovoltaikanlagen – bzw. kombinierte Lösungen. Aktuell sind wir in der Planung für eine neue Jugendherberge in Genf, diese soll an ein grosses Fernwärmenetz angeschlossen werden, welches ebenfalls auf CO2-neutraler Energie beruht.

Wie kann ich als Gast in der Jugendherberge meinen Beitrag zum Klimaschutz leisten?

Mit den drei oben erwähnten Zielen vor Augen, welche primär in unserer Verantwortung sind, kann eigentlich nichts schiefgehen: Du kannst somit deinen Aufenthalt in einer Jugendherberge ohne lästige Verhaltensregeln in vollen Zügen geniessen, solange du nicht gerade über die Massen unter der Dusche stehst. Wenn du dich für Ferien in einer Jugendherberge entschieden hast, ist deine Wahl sowieso schon auf eine nachhaltige Unterkunft gefallen.

Trotzdem kannst Du als Einzelperson noch mehr für die Umwelt tun, indem Du mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, jeweils unsere vegetarische oder vegane Menuvariante wählst, wenig Abfall generierst und dich für die freiwillige CO2-Kompensation von CHF 0.30 pro Nacht/Person entscheidest. Auf diese Weise können wir gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten.

Danke, dass du mit uns zusammen fürs Klima einstehst!

Ein Interview mit Hans-Urs

HansUrs_Haefeli

Verschnaufpause mit Blick auf den Gletscher ©Hans-Urs

Hans-Urs Häfeli ist Architekt und Projektleiter bei der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus. Die SSST ist für den Bau und den Unterhalt der Jugendherbergen in der Schweiz verantwortlich. Als begeisterter Biker liebt Hans-Urs das Abenteuer in der freien Natur.

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Entspannte Wellnessferien in den Jugendherbergen

Wer nicht im Luxushotel einchecken möchte, um sich ein Wellness-Erlebnis zu gönnen, ist hier genau richtig. Folgende Jugendherbergen machen entspannte Wellnessferien möglich: Denn sie bieten dir Wohlfühl-Angebote, die dich budgettechnisch nicht aus den Socken hauen.

Inhouse-Wellness im wellnessHostel3000 und 4000

Für zwei Jugendherbergen der neueren Generation gehört Wellness von Anfang an zum Programm. Sowohl das wellnessHostel3000 in Laax als auch das wellnessHostel4000 in Saas-Fee warten mit einem breitgefächerten Wellnessangebot im gleichen Gebäude auf. Beide Pionierbauten setzen auf energiebewusstes Relaxen mit viel Respekt für die Umwelt.

Bei grandioser Aussicht die Seele baumeln lassen (Saas-Fee, wellnessHostel4000)  ©Dominik_Gehl

Laax: wellnessHostel3000 & Aua Grava

Alle Sinne verwöhnen: Die neue Entspannungsoase Aua Grava kombiniert ein trendig renoviertes Hallenbad mit Wellness der Extraklasse und einem Fitness-Bereich. Der Wellnessbereich direkt über der Bäderlandschaft bietet auf 850 m2 viel Raum für Erholung.

Hier ist nicht nur alles räumlich verbunden. Das integrierte Wellness-Angebot der Jugendherberge (mit Hallenbad und Fitness) kannst du nämlich mit der Option Erlebnis3000plus ganz einfach dazubuchen. Da der Zutritt in den Wellness- und Fitnessbereich ab 14 Jahren gilt, bietet sich für Familien mit Kindern auch die Option Erlebnis3000 (Gratiseintritt ins Hallenbad) an.

Mehr zum Wellness-Angebot, zu wohltuenden Massagen und anderen Treatments erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Sinneswellness im atmosphärischen Spa-Bereich des wellnessHostels3000 in Laax

Saas-Fee: wellnessHostel4000 & Aqua Allalin

Bei diesem Panoramablick fällt das Entschleunigen doppelt leicht! Dank den hohen Fensterfronten der Jugendherberge Saas-Fee fühlt man sich beim Spa nicht nur wohlig warm, sondern auch mitten in der Natur.

Auch fürs Aqua Allalin buchst du deine Extraportion Entspannung am besten zusammen mit der Übernachtung. Die Zusatzoption Erlebnis4000plus schliesst Fitness, Wellness und Hallenbad mit ein. Gratis ins Hallenbad kommst du mit der Option Erlebnis4000. Zutritt zum Wellness- und Fitnessbereich bekommen alle Gäste ab 14 Jahren.

Obendrauf lockt in Saas-Fee ein spezielles Wellness-Package für 3 oder 5 Nächte. Hier geht’s zum «Wellnesspackage Saas-Fee».

Entspannung mit Ausblick im wellnessHostel4000 in Saas-Fee

Wellness plus: attraktive Vergünstigungen für externe Bäder

Entspannte Wellnessferien gelingen jedoch auch ohne hauseigenen Wellness- und Badebereich. Zum Beispiel, wenn sich das Wellnessbad in der Nähe des Hostels befindet. Und wenn es idealerweise eine Vergünstigung anbietet.

Bern: Einchecken und Eintauchen im Hammam & Spa Oktogon

Die Jugendherberge Bern schenkt dir mit dem Wellness-Package-Deal ein Stück Berner Gemütlichkeit. Gleich nebenan entführt dich das Hammam & Spa Oktogon in die Genüsse der orientalischen Badekultur.

Inbegriffen im Package sind 2 Übernachtungen inkl. Frühstücksbuffet und ein Abendessen am Anreisetag. Dazu kommt der Eintritt ins Hammam (Zutritt ab 16 Jahren) und ein Mobility-Ticket. Finde mehr Details zum Package «Einchecken und Eintauchen in Bern».

Die orientalische Oase mitten in Bern erinnert an 1001 Nacht

Scuol: 10 % Rabatt im Bogn Engiadina

Baden in reinem Mineralwasser? Das lässt sich in der Wellnessdestination Scuol problemlos einrichten. Wenn du die Bäderlandschaft und das Römisch-Irische Bad im Bogn Engiadina günstiger erkunden möchtest, melde dich an der Rezeption der Jugendherberge Scuol. Als Mitglied stellen sie dir einen Rabattgutschein von 10 % aus.

Die Website des Thermalbads informiert dich mit einer Anzeige über die aktuellen Besucherzahlen. So freust du dich nicht vergebens auf das atmosphärische Highlight der Anlage: das warme Solebecken.

Das wunderschöne Solebad im Bogn Engiadina begeistert auch die Augen ©Bogn Engiadina Scuol

Valbella: Vouchers für’s H2Lai

Ein ermässigter Eintritt ins Wellnessbad H2Lai winkt dir als Mitglied an der Rezeption der Jugendherberge Valbella-Lenzerheide. Neben den Pools im Innenbereich findest du hier Folgendes: ein beheiztes Aussensprudelbad, einen Wellnessbereich (ab 17 Jahren) und ein Kinderbecken. Rabatt-Vouchers: CHF 2 auf den Hallenbadeintritt, CHF 4 auf den Wellnesseintritt.

Im Sommer und im Winter ein Genuss: das beheizte Aussenbad des H2Lai ©Bruno_Helbling_Fotografie_Zurich

Locarno: günstiger ins Termali Salini & Spa

Das mediterrane Flair des Natur-Solebads Termali Salini & Spa direkt am Lido di Locarno solltest du dir nicht entgehen lassen. Das spektakuläre Bergpanorama wird dich ebenso begeistern wie die vielen architektonischen Finessen. Diese versetzen dich automatisch in die Atmosphäre der Tessiner Flusstäler hinein.

Dank dem Ticino Ticket profitierst du von 20% Rabatt auf den Tageseintritt. Einfach in der Jugendherberge Locarno nachfragen.

Fliessender Übergang zwischen Wellnessbereich und Lido im Termali Salini & Spa

Baden: Endlich wieder eine Bäderstadt!

Das neu eröffnete Thermalbad Fortyseven macht Baden wieder zur waschechten Bäderstadt. Gäste des Youth Hostels Baden kommen im Bad von Stararchitekt Mario Botta zu Vergünstigungen. Und schweben im Kosmos der Wellness-Therme zu Klängen von Boris Blank (Künstler des Musikduos «Yello»).

Wellness nach dem Motto „Kopf aus, Sinne an“ im neuen Fortyseven in Baden

Unsere Extra-Tipps

Diese Empfehlungen möchten wir dir ebenfalls nicht vorenthalten. Die Bäder sind definitiv einen Besuch wert, auch wenn sie keine konkreten Rabatte anbieten.

Zürich: Entspannung im Hürlimannbad & Spa

In der Nähe des Youth Hostels Zürich lockt ein warmes Dachbad mit aussergewöhnlichem Ausblick über die Stadt. Genau – das Hürlimannbad & Spa in der ehemaligen Hürlimann-Brauerei.

Im Bier wirst du dort nicht mehr baden, aber dafür im reinen Mineralwasser der Aqui-Quelle. Ein traditionelles römisch-irisches Bad ist auch Teil des Angebots.

St. Moritz: Allegra im OVAVERVA!

Das Hallenbad & Spa OVAVERVA nahe der Jugendherberge St. Moritz trägt einen bemerkenswert schönen Namen. Er kommt aus dem Rätoromanischen und bedeutet „lebendiges, sprudelndes Wasser“.

Die Chancen stehen wunderbar, dass das Sprudelbad im Aussenbecken genau diesen Eindruck bei dir hinterlässt. Vor allem, wenn du unter der Sonne entspannst und direkt auf die Bündner Berggipfel blinzelst.

Jungbrunnen-Feeling inklusive: Teste das OVAVERVA in St. Moritz ©Daniel Martinek

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8 einzigartige Jugi-Zimmer (Teil II)

Und weiter geht’s mit der Entdeckungsreise: Nach Bienenkorb, Turmzimmer und Co. starten wir also sofort in die zweite Runde.

Falls du den ersten Teil der insgesamt 8 Jugi-Zimmer verpasst haben solltest – no problem! Am Ende dieses Blogbeitrags findest du den Link zum Vorgänger mit den ersten 4 einmaligen Spezialunterkünften.

5. Historisches Kur-Zimmer in Crans-Montana

Unser Geheimtipp N° 5 beamt dich virtuell ins Wallis nach Crans-Montana. Dort steht, umringt von Nadelbäumen, ein ehemaliges Luxus-Sanatorium. Stilecht mit Liegestühlen auf den Zimmerbalkonen sowie auf der höchsten der drei Sonnenterrassen.

Neben der herrlichen Aussicht auf hohe Berggipfel und den Lac Grenon geniesst du in der Jugendherberge Bella Lui auch automatisch frische Bergluft und besonders viele Sonnenstrahlen. Zu Spitzenzeiten bringt man es auf dem nach Süden ausgerichteten Plateau auf ganze 14 Sonnenstunden!

Rote Liegestühle für einen atemberaubenden Ausblick vom Balkon

Doch nicht nur das renovierte Kurhaus versetzt dich in eine historische Atmosphäre – es geht noch einen Tick authentischer. Ein einziges Zimmer kommt exakt so daher, wie es in den 1930er Jahren aussah: original, u.a. mit antikem Schreibpult und den eleganten, hohen Wasserhahnen aus dieser Zeit.

Einblick ins historische Zimmer und Badezimmer

Warum im umgebauten Bella Lui nicht nur die Aussicht begeistert, erfährst du im Video über die Jugi in Crans-Montana.

6. Separates Hüsli in Brienz

Einmal mehr im schönen Berner Oberland landen wir als Nächstes direkt am Ufer des Brienzersees. Natürlich steht das Privileg des direkten Seezugangs und des Seeblicks allen Gästen der Jugendherberge Brienz zu. Etwas privatere und daher noch entspanntere Ferien am See kannst du allerdings nur im separaten Hüsli verbringen.

Quasi mit dem Haupthaus verbunden, ist das Hüsli dennoch ein eigenes Reich. Es ist rollstuhlgängig, als Doppelzimmer ausgestattet, sehr geräumig und hat ein eigenes WC plus Dusche.

Gemütliches und barrierefreies Séparé am Brienzersee

7. Suite mit Sofa in Scuol

Viel Platz, zwei grosse Fensterfronten und heimelige, aber moderne Holzelemente. Das bietet die schöne Suite der Jugendherberge Scuol. Weil zum Vierbettzimmer sogar ein Sofa dazugehört, macht das die Aussicht gleich noch bequemer.

Dafür kannst du dich mit Freunden oder Familie am Tag so richtig ins Abenteuer stürzen. Denn die Auswahl an spannenden Aktivitäten ist in Scuol besonders gross – und ebenso abwechslungsreich. Wandern, Wellness und Wildtierbeobachtung inklusive.

Viel Licht, viel Aussicht, viel Platz in der Suite in Scuol

8. Studio mit Sitzplätzli in Bern

Unsere Hauptstadt ist bunt, gemütlich und vielfältig – und genau deshalb immer wieder eine Reise wert. Wenn du demnächst eine Städtereise planst, dann lohnt es sich, das mittelalterliche Bern an der Aareschlaufe auch mit auf die Liste zu nehmen.

Bestimmt wegen Aare und Bundeshaus, aber nicht nur! Bekanntlich ist die Palette der Erlebnisse beeindruckend: Von Shopping unter den Lauben über Altstadtführungen, Museen, Bärenbeobachtungen und Radwandern bis zu kulinarischen Entdeckungen ist in Bern (fast) alles möglich.

Hier findest du auch unseren achten Hosteltipp: Die Jugendherberge Bern im Marzili thront über der Aare und genau unter dem Bundeshaus. Seit der Wiedereröffnung kann man zusätzlich zum traditionellen Angebot ein Studio wählen, wo man unter Freunden oder mit Kindern etwas für sich ist.

Im Studio mit separatem Eingang hat es alles, was man für eine schöne Auszeit braucht

Das Studio ist mit vier Schlafplätzen, Dusche und WC, einer Küchenzeile, einem Esstisch und einer Sitzecke ausgestattet. Für einen lockeren Schwatz an der frischen Luft bietet sich das Sitzplätzli draussen im Freien an. Buchbar ab drei Nächten.

Teil I verpasst? Halb so wild: In welchen Hostels sich die übrigen 4 unvergesslichen Spezialzimmer verstecken, erfährst du im Blogartikel 8 Jugi-Zimmer, die es nur einmal gibt.

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8 Jugi-Zimmer, die es nur einmal gibt

Übernachten mal anders… Oft reicht ein kleiner Geheimtipp unter Freunden, um einen Ausflug in ein einzigartiges Get-Away zu verwandeln. Wir wollen mal nicht so sein und verraten dir gleich 8 Geheimtipps zu ebensoviel Spezialunterkünften.

Diese sind nämlich über die ganze Schweiz in acht unserer rund fünfzig Locations verstreut. Egal, ob Romantiker, Fan von historischen Schlafzimmern, Abenteurer oder Sterngucker: In diesen 8 ganz besonderen Jugi-Zimmern findet jeder sein persönliches Lieblingsbett.

1. Bienenkorb Grindelwald

Im Berner Oberland wartet ein exklusives Abenteuer unter dem Sternenhimmel auf dich. Im hölzernen Bienenkorb im Garten der Jugendherberge Grindelwald kannst du dir eine wundervolle Auszeit zu zweit gönnen.

Dank freiem Blick durch die Glasscheibe im Dach könnt ihr euch jede Nacht gegenseitig ein kleines Stück vom Universum schenken.

Hier habt ihr den Sternenhimmel quasi für euch – Bienenkorb Grindelwald

Tagsüber und abends begeistert vor allem die atemberaubende Aussicht auf die Eiger-Nordwand. Aber auch ein fröhlicher Grillabend oder Entspannung pur im Outdoor-Fass (Hot-Tub) mit Fackelbeleuchtung sind grandiose Varianten.

Im Video erlebst du hautnah, warum an diesem Ort der Himmel die einzige Grenze ist: The sky is the limit!

2. Waldhüsli Grindelwald

Ganz in der Nähe – und doch romantisch versteckt – befindet sich unser Waldhüsli. Anders als in den beiden Haupthäusern bist du hier mitten in der Stille der Natur. So kannst du in guter Gesellschaft getrost dem Alltag entfliehen. Und für die richtige Atmosphäre sorgen ein Holzofen sowie eine eigene kleine Küche. Tschüss Hektik, hallo Gemütlichkeit!

Übrigens, auch hier gehört das legendäre warme Bad unter freiem Himmel zum Angebot – mit oder ohne Prosecco.

Für viel Ruhe und Romantik sorgt das Waldhüsli in Grindelwald

3. Holz-Pavillon Avenches

Von hellem Grün umgeben und in angenehm hellen Holztönen empfängt dich in Avenches der rollstuhlgängige Pavillon. Du kannst zwischen zwei Doppelzimmern mit barrierefreien Nasszellen auswählen; immer mit Ausblick auf den grosszügigen Garten der Jugendherberge.

Zudem erreichst du alle öffentlichen Räume des Haupthauses über eine Rampe. Auch dies macht das ehemalige Waisenhaus zu einem praktischen Ferien-Ausgangspunkt. Zum Beispiel für Ausflüge in die historische Altstadt, zum Amphitheater oder ins Drei-Seen-Land.

Stylisch und barrierefrei übernachten im Pavillon in Avenches

4. Turmzimmer Sils im Domleschg

Als vorerst letzte Zwischenstation (Fortsetzung folgt natürlich) gehts höher hinaus: Nun kannst du dich noch im Turmzimmer der Jugi in der Burg Ehrenfels umsehen.

Nein, der ritterliche Name ist kein leeres Versprechen! Diese Höhenburg ist unverwechselbar dank ihrem markanten vierstöckigen Hauptturm. Geschützt durch den dichten Wald erlaubt er trotzdem den kompletten Adlerblick ins Tal hinunter.

Die historischen Mauern bieten Gruppen ab 10 Personen ein stilechtes mittelalterliches Ambiente. Aber auch für eine besondere Feier ist diese Kulisse ein aussergewöhnliches Highlight. Und für einen privaten Moment zu zweit kommt dann das fürstliche Turmzimmer gerade recht.

Ritterliche Aussicht und fürstliches Ambiente in Sils

Lust auf mehr? In welchen Hostels sich die restlichen 4 unvergesslichen Spezialzimmer verstecken, erfährst du im zweiten Teil des Themenblogs.

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Der Connbächli-Weg, eine Familienwanderung durch den Zauberwald

Wandern mit Kindern? Klar doch!  Gerade für eine abwechslungsreiche Familienwanderung ist das Gebiet um Laax und Flims auch im Herbst wie geschaffen. Nicht einmal die Wasserfans unter den Kids, denen der Caumasee nun zu frisch ist, kommen hier zu kurz. Wenn ihr zum Beispiel in Flims die richtige Abzweigung erwischt, dann stosst ihr auf ein plätscherndes Bächlein mitten in einer mystischen Waldwelt – den Connbächli-Weg. Aber am besten erzähle ich der Reihe nach.

Im Gratis-Shuttle nach Flims

Unser Wandertag begann mit einem stärkenden Frühstück auf der sonnigen Terrasse des Laax wellnessHostels3000. Kurz darauf brachte uns der kostenlose Flims-Laax-Falera-Shuttle bis zur Haltestelle Flims Waldhaus (Caumasee).

Gemütlich und sonnenverwöhnt: Terrasse des wellnessHostels3000 ©Natalie Sidler

Genau: Eigentlich wollten wir vor allem an den Caumasee. Wenn uns nicht – zu unserem Glück – ein hölzernes Tor mit der Aufschrift Connbächli auf einen spontanen Umweg gebracht hätte… Der Connbächliweg endet wie der breite Wanderweg in Conn, entführte uns aber in ein ganz eigenes, magisches Bergwalduniversum.

Erste Begegnung mit dem Connbächli ©Natalie Sidler

Mit oder ohne Schiffli dem Connbächli entlang

Wie uns die Familie hinter uns lebhaft vor Augen führte, bringt die Wasserreise mit einem Schiffli besonders den kleineren Kindern einen zusätzlichen Spassfaktor. Ihr könnt selbst ein Connschiffli bzw. Floss basteln und nach der Einwasserung mit einer Schnur an seinem Kapitän verankern; oder euch ein farbiges Exemplar an der Gästeinformation (Flims – Laax) bzw. an der Talstation in Laax Murtschetg besorgen.

Da der Wanderweg dem Bachlauf folgt, ist er praktisch nicht zu verfehlen. Und er hält nach jeder nächsten Kurve eine neue märchenhafte Überraschung bereit, versprochen.

Kinderkapitäne lieben Flusskreuzfahrten: Schiff ahoi! ©TVB Laax Falera

Von Stromschnellen, Felsen, Einhörnern und Schmetterlingen

Während die Schiffchen der anderen Kids über kleine Stromschnellen sausten, machte mein Sohn den Wurzelweg zu seinem persönlichen Naturparcours. Der Wasserlauf ist so schmal, dass er an vielen Stellen drüberhüpfen konnte. Und die Bäume, Wurzeln und Steine am Bachufer dienten ihm als willkommene Haltegriffe.

Von Zeit zu Zeit fotografierten wir dichtes Farn, farbenfrohe Wildblumen, fröhliche Schmetterlinge und geheimnisvolle Waldwesen.

Schwalbenwurz-Enziane am Ufer des Bergbachs ©Natalie Sidler

Kleine Stromschnelle im Bachlauf des Connbächlis ©Natalie Sidler

Waldkrake am Connbächli-Weg ©Natalie Sidler

Auch dem Ein- (oder Zweihorn?) gefällt es am Connbächli ©Natalie Sidler

Tipps und Tricks für unterwegs

Den Startpunkt des Connbächli-Wegs findet ihr am südlichen Rand des Caumasee-Parkplatzes. Das hölzerne Eingangstor zweigt vom Hauptweg zum Caumasee nach rechts ab.

Mit Kindern darf man etwa 1,5 Stunden bis nach Conn einrechnen. Wer unterwegs auf der grosszügigien Verweilbank picknicken möchte, erweitert den Zeitrahmen (wie wir). 5 Kreuzungen mit dem direkten Fussweg ermöglichen eine Abkürzung.

Zur Ausrüstung gehören gutes Schuhwerk, optional ein Connschiffli oder ein Floss und Respekt für den ehemaligen Wasserkanal (bitte nicht stauen!). Die Wanderung gilt als leicht, aber ein wachsames Auge auf die Kids kann sicher nicht schaden, vor allem um die imposanten Bergsturzblöcke herum. Nicht kinderwagentauglich.

Einer von vielen überwachsenen Bergsturzblöcken ©Natalie Sidler

Varianten für den Rückweg

Von Conn aus kann man einen Abstecher zur legendären Aussichtsplattform Il Spir (romanisch für Mauersegler) einplanen und das beeindruckende Panorama über die Rheinschlucht geniessen.

Zurück nach Flims Waldhaus habt ihr die Wahl zwischen Pferdekutsche oder breitem Wanderweg (mit Teilstück am Caumasee entlang). Die Pferdekutsche ab Conn sollte man reservieren. Rechts oberhalb des Caumasee-Lifts gibt es einen grossen Waldspielplatz mit Grillstelle, die uns sehr gelegen kam. Direkt am Caumasee ist das Grillieren nämlich verboten.

Mit wanderlustigen Kindern ist der längere Rückweg am Crestasee vorbei eine tolle Variante (Teil des Kulinarik-Trails). Alternativ bietet sich ab Conn auch die Verlängerung bis Trin Mulin an.

Il Spir: Hier fühlt man sich fast wie ein Mauersegler über der Rheinschlucht ©Ammann

Weitere Ideen für spannende Outdoor-Erlebnisse mit Kindern findet ihr in diesem Blogbeitrag.

Entdecke das wellnessHostel3000

Wellness Tauchbecken Laax wellnessHostel

Umringt von Bergen mit über 3’000 Metern Höhe, lässt sich zwischen Zimmern mit Sicht auf den Bergsee oder die Alpen wählen. Das Aua Grava umfasst auf 1’835 m2 ein Hallenbad inklusive einer Erlebnisrutsche für Kinder, ein modernes Fitnesscenter mit Kursraum sowie einen Spa-Bereich.  Da werden alle Sinne mit Saunen, Feuerbad, Kräuter-Dampfbad, Erlebnisduschen, Klangraum, Kneippbecken und vielem mehr verwöhnt.

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Laax: 7 Outdoor-Erlebnisse für Familien

Gegen Ende August 2021 haben mein Sohn und ich Laax und Umgebung erkundet und waren so was von happy. Wir haben viele Abenteuer erlebt, die Sonne, das Wasser und die Natur genossen, uns ausgepowert und erholt. Hier kommen unsere 7 Tipps für Outdoor-Erlebnisse für Familien. 

1. Direkt vor der Haustüre: der Laaxersee

Wer – wie wir – im wellnessHostel3000 übernachtet, bekommt zahlreiche Freizeitaktivitäten praktisch vor die Nase serviert. Am Laaxersee vermietet der Kiosk sowohl Pedalos als auch Utensilien fürs SUP (Stand-Up-Paddling). Kleinere Kinder können sich auf dem Wasserspielplatz, beim Ziegengehege oder auf dem nahen Robinsonspielplatz austoben.

Blick vom Pedalo aus auf den Laaxersee ©Natalie Sidler

2. Action im Freestyle-Paradies Laax

Scooter, Skateboard und bmx liegen momentan auch bei den Kids voll im Trend. So erstaunt es nicht, dass sie den Galaaxy Park, den Pumptrack und den Snakerun im rocksresort Park am liebsten gleichzeitig ausprobieren möchten.

Wer auf der Glückswelle surfen möchte, dem sei unbedingt die UrbanSurfwave im rocksresort empfohlen. Vor allem für junge Stunt-Scooter-HeldInnen gilt diese Kombination aus Pumptrack und Bowl-Features als absoluter Höhepunkt unter den Outdoor-Abenteuern. Mietmaterial gibts im LAAX Rental im rocksresort.

Im rocksresort surft man mit allem, was rollt ©Philipp Ruggli

Wenn ihr lieber eine Höhenwanderung mit Freestyle-Erlebnissen verbindet, stellt der Galaaxy Park bei der Bergstation Crap Sogn Gion einen idealen Tagesabschluss dar. Man kann dort auf 2252 Metern ü. M. aber auch locker einen ganzen Tag verbringen: Die Auswahl an Aktivitäten ist sehr gross und Eintritt sowie Mietmaterial vor Ort sind im Bergbahnticket inbegriffen.

Trampolinspass auf dem Crap Sogn Gion (2228 M.ü.M) ©Philipp Ruggli

Die Space Station (bzw. der Galaaxy Park) ist viel mehr als eine Bergstation ©Philipp Ruggli

3. Caumasee: wandern, staunen und natürlich baden

Der türkisblaue Caumasee, auch Perle von Flims genannt, zählt zu den schönsten Bergseen der Schweiz. Viele Rundwege laden zu gemütlichen Wanderungen ein. Optional lassen sich diese mit dem Crestasee oder einer grandiosen Aussicht auf die Rheinschlucht verbinden.

In der Nähe des Restaurants Conn blickt man von der luftigen Aussichtsplattform Il Spir wie ein Mauersegler in die Rinaulta hinunter.

Der See selbst bietet überall erfrischende Bademöglichkeiten. Weil wir die Tauchmaske dabei hatten, durften wir als kleines Extra auch noch viele Fische beobachten. Den Eintritt zum Caumasee bezahlt man am besten direkt über die App Inside Laax, die einem dank der Gästekarte viele Rabatte gewährt.

Der Blick auf den Caumasee gefiel uns genauso gut wie das Bad darin ©Natalie Sidler

4. Geheimtipp Connbächli

Kurz nach Beginn des Camasee-Rundwegs sind wir zufällig auf eine Abzweigung mit Aufschrift „Connbächli“ gestossen. Spontan haben wir diesen Alternativweg eingeschlagen und waren hin und weg. Mehr zu diesem Wurzelweg mit mystischen Waldabschnitten, kleinen Bachschnellen, Schiffahrten und Schmetterlingen lest ihr in meinem nächsten Blogbeitrag.

Der Connbächliweg entführte uns auf eine magische Reise ©TVB Laax Falera

5. Senda dil Dragun: auf Augenhöhe mit den Baumwipfeln

Auf der sagenhaften Senda dil Dragun (deutsch Drachenweg) spaziert man nicht unter den Bäumen, sondern über sie und neben ihren Wipfeln durch den Wald. Der längste Baumwipfelpfad der Welt wurde im Juli 2021 eröffnet und schenkt uns eine ganz neue Perspektive auf Laax.

Während die Erwachsenen die Aussicht geniessen und interaktiv mehr über die lokale Natur erfahren, freuen sich die Kids vermutlich am meisten auf ein rasantes Rutscherlebnis. Um den Einstiegsturm Murtschetg schlängelt sich nämlich eine 73 Meter lange Rutschbahn mit Spassgarantie.

Der Drachenweg zeigt den Laaxersee und den Wald von oben ©Philipp Ruggli

6. Kletterspass und Adrenalin im Hochseilpark Flims

Nicht unbedingt höher, aber um einiges spannender sind die verschiedenen Parcours des Hochseilparks Flims (Prau la Selva). Da es Kletterparcours in diversen Schwierigkeitsgraden gibt, passt dieser Ausflug garantiert für grosse, mittlere und kleine Eichhörnchen.

Mich hat vor allem die Professionalität und die Menschlichkeit des Staffs beeindruckt – mein Sohn liess sich lieber von anderen Highligts begeistern; z.B. vom Snowboard-Hindernis, den Seilbahnen und den luftigen Plattformen.

Zur Saison lohnt es sich, telefonisch zu reservieren: Die Kletterattraktion ist sehr beliebt.

Action auf dem Parcours im Hochseilpark Flims ©Natalie Sidler

7. Biken: spannende Outdoor-Abenteuer auf Rädern

In Laax und Flims lässt sich die Natur auch besonders gut auf zwei Rädern erkunden. Die Ferienregion setzt zudem auf eine unkomplizierte Vermietung mit qualitativ hochwertigem Bike-Equipment. Das sind gute Voraussetzungen für ein sorgenfreies Outdoor-Erlebnis mit Kids.

Skill-Areas an den Talstationen Laax und Flims erlauben dir ausserdem, deine Geschicklichkeit auf dem Bike stets zu verbessern.

Herrliche Biketrails lassen dein Herz höher schlagen ©Philipp Ruggli

8. Joker: Schlechtwetter-Varianten

Wenn sich das Wetter mal partout nicht an unsere Ferienpläne hält, dann heisst es: flexibel sein. Beispielsweise ist der Hochseilpark Flims meist auch bei schlechtem Wetter gut besucht, weil der Wald einen gewissen Wetter-Schutz bietet. Bei Hagel, Gewitter oder starkem Wind ist er jedoch geschlossen.

In solchen Fällen kann man immer noch auf Europas erste Freestyle-Halle, die Freestyle-Academy in Laax, ausweichen. Oder, ihr plant einen Abstecher ins frisch renovierte Hallenbad. Als Gäste der Jugendherberge konnten wir zusätzlich eine Runde Billard anhängen oder beim „Töggele“ im Foyer die Nerven des Gegners auf die Probe stellen.

Im Hostel kann man baden und eine ruhige oder viele aufregende Kugeln schieben

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Wellness Tauchbecken Laax wellnessHostel

Umringt von Bergen mit über 3’000 Metern Höhe, lässt sich zwischen Zimmern mit Sicht auf den Bergsee oder die Alpen wählen. Das Aua Grava umfasst auf 1’835 m2 ein Hallenbad inklusive einer Erlebnisrutsche für Kinder, ein modernes Fitnesscenter mit Kursraum sowie einen Spa-Bereich.  Da werden alle Sinne mit Saunen, Feuerbad, Kräuter-Dampfbad, Erlebnisduschen, Klangraum, Kneippbecken und vielem mehr verwöhnt.